Etwa 50 neue Parzellen in Babensham

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20 Parzellen könnten im Babenshamer Ortsteil Würmertsham ausgewiesen werden. Im Gemeinderat gab es Einwände vor allem gegen diese vorgeschlagene Größe eines möglichen Baugebietes.

Babensham - In der Gemeinderatssitzung wurde über eine Ausweitung des Gewerbegebiets Neudeck/Odelsham und die Größe des Wohnbaugebiets Würmertsham diskutiert.

Eine Ausweitung des Gewerbegebiets Neudeck/Odelsham und die Größe des Wohnbaugebiets Würmertsham standen im Mittelpunkt der Diskussion um Änderungen des Flächennutzungsplans in der Gemeinderatssitzung.

Zu den Änderungen des Flächennutzungsplanes der Gemeinde sollen die Gemeindebürger offen über alle Planungsphasen informiert und in die Entscheidungen einbezogen werden, so Bürgermeister Josef Huber.

Zehn Bereiche aus dem Gebiet der Gemeinde Babensham hat die Gemeindeverwaltung für Änderungen des Flächennutzungsplanes vorgeschlagen. Etwa 50 Parzellen sollen neu aufgenommen werden, zehn wegfallen.

Bürgermeister Josef Huber rechtfertigte die expansive Siedlungspolitik: Aus vielen Familien komme der Wunsch, dass Kinder Baumöglichkeiten bekämen. Außerdem sei für die Finanzierung des Gemeindehaushalts die Beteiligung an der Einkommenssteuer, die mittlerweile eine Größenordnung von einer Million Euro erreicht habe, ein entscheidender Stabilisierungsfaktor. Durch den freien Verkauf von Grundstücken in Höhe von 600000 Euro sei die Umgehungsstraße weitgehend finanziert worden. Auch Kosten für den Ausbau des Fiedlergebäudes sollen durch Grundstücksverkäufe bestritten werden. Nicht zuletzt trage der Zuzug junger Familien zum Erhalt der Grundschule Babensham bei.

Von den genannten 50 Parzellen könnten etwa zehn in Tötzham, 16 bis 17 in Bärnham, fünf in Penzing und 20 in Würmertsham ausgewiesen werden. In Irlham würden die Wohnbaugebiete mangels Nachfrage und in Mühlberg wegen der umstrittenen Lage wegfallen.

Diese Vorschläge der Verwaltung akzeptierten die Räte weitgehend. Denn mit der Aufnahme in den Flächennutzungsplan sind noch keine baurechtlichen Entscheidungen getroffen.

Einwände gab es vor allem gegen die Größe des möglichen Baugebietes in Würmertsham. Josef Egger fand es zu "massiv" und plädierte dafür, möglichst Bebauungen innerorts mit Ortsabrundungssatzungen durchzuführen. Josef Hintermayr aus Riepertsham meinte, dass die Gemeinde schon "viel getan" habe und nicht noch wahnsinnig viele Baugebiete geschaffen werden müssten. Bezüglich des möglichen Baugebiets "Würmertsham" scheint der auch von Ludwig Krug vorgebrachte Vorschlag, den Bereich in zwei Bauabschnitte mit den gesetzlich vorgegebenen sieben Jahren Abstand zu planen, mehrheitsfähig.

Der "wahrscheinlich umstrittenste Punkt der ganzen Planung", so Huber, ist die Ausweisung eines Gewerbegebiets im Bereich Neudeck/Odelsham, vor allem entlang der neuen Verbindungsstraße Richtung Würmertsham. Die Gesamtfläche umfasst nach dem Konzept der Verwaltung zwölf Hektar, wobei allerdings noch nicht alle Flächen verfügbar sind. Huber stellte klar, dass man kein brachliegendes Gewerbegebiet schaffen wolle; aber wenn interessante Betriebe sich niederzulassen beabsichtigten, sollte man ohne langwierige Planungsphasen handlungsfähig sein.

Die Meinungen im Gemeinderat gehen hier noch weit auseinander. Während Huber von schon fortgeschrittenen Gesprächen mit einem Tankstellenbetreiber im Bereich der Ausfahrt Neudeck sprach, sähe es Georg Stöttner lieber, wenn hier aufgrund der natürlichen Gegebenheiten aufgeforstet würde. Theresia Manhart meinte, dass ausschlaggebend für positive Entscheidungen sein müsse, ob Arbeitsplätze und Lehrstellen geschaffen würden.

In einer Grauzone von "noch geheim/nicht geheim" bewegten sich die Gespräche über den Energieatlas mit potenziellen Flächen für Windkraftanlagen in der Gemeinde. Für eine solche Verwendung vorgesehene Bereiche bei Voglsang/Sillerding und Mernham wurden aus dem Flächennutzungsplan rausgenommen.

mjo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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