Badegäste wieder sicher

Wasserwacht kehrt zum Penzinger See zurück

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Neues Aufgabengebiet für die Wasserwachtler nach langer Pause: Seebesitzer Martin Huber mit Freddy Eisner, Alexander Erbe und Alexander v. Loewenfeld von der Wasserwacht
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Babensham - Zurück zum Gründungssee! Unter diesem Motto könnte die Bereitschaft der Wasserwacht für den Badebetrieb am Penzinger See stehen. 15 Jahre lang waren die Retter nicht da.

Gegründet hat sich die Wasserburger Wasserwacht im Jahr 1947. Und zwar genau am Gelände des Penzinger Sees. Bis 1998 tat man hier auch Dienst. Regelmäßig überwachten Ehrenamtliche den Badebetrieb, schnelle Hilfe im Bedarfsfall war zur Stelle. Doch dann zog man sich zurück, erklärt der Vorsitzende Freddy Eisner vom Ortsverband. Die Kommunikation zwischen Seebesitzer und Wasserwacht habe nicht mehr funktioniert. 15 Jahre lang gab es deshalb keine Wasserwachts-Anwesenheit am Penzinger See. Nun steht mit dem neuen Seebesitzer Martin Huber alles auf Neuanfang.

Die Wasserwacht erhielt ein neues Rettungshäusl mit gutem Innenleben. Gesponsert wurden die Holzhauselemente von der Firma Huber aus Bachmehring. In die 20 Quadratmeter kommen eine Patientenliege und ein Küchenbereich. Auch die Fensterluke für das Rettungsbrett ist gelungen.

Ab 1. Mai 2014 können die Wasserwachtler den Einsatz wieder aufnehmen. Somit fällt in das Aufgabengebiet neben dem schon seit langer Zeit betreuten Soyener See auch wieder der Penzinger See.

Die Badegäste dürfen sich auf schnelle Rettung im Bedarfsfall einstellen, zeigen sich alle Beteiligten erfreut. Mindestens 3 Retter stehen pro Badetag zur Verfügung. Die Mannschaft sei enorm motiviert, heißt es von Freddy Eisner.

Für Martin Huber ist die Gründung der Penzinger See Verwaltungsgesellschaft und der Erwerb des gesamten Areals mitsamt Badegewässer eine Herzensangelegenheit gewesen. Mit leuchtenden Augen erzählt er, dass er hier als kleiner Bub sein Seepferdchen-Abzeichen bestanden habe. Der See hat also eine persönliche Geschichte.

Penzinger See mit neuem Wasserwachtshäusl

Ein Blick über das Gelände verrät, dass es zum Reichwerden nicht geeignet ist: Einige Hunderttausend Euro wurden investiert, die Umgestaltungsmaßnahmen seien jedoch unbedingt nötig gewesen, erklärt Huber. „Wir bauen neben neuen Toiletten auch eine behindertengerechte WC-Einrichtung, um allen Badegästen gerecht zu werden. Der alte Springturm musste aus Sicherheitsgründen weichen. Es war zu gefährlich, der niedrige Wasserstand an dem bisherigen Standort reichte nicht aus.

Zunächst werden die vier pinken Bojen im Seegebiet verankert. Zwei werden als direkte Wasserschaukel angedacht, die zwei weiteren als Verschnaufinseln. Auch die Bänke, die schon immer für die Badegäste zur Verfügung standen, werden wir wieder im Wasser montieren. Die Freigabe aller Elemente wird pünktlich zum 1. Mai fertig“.

Nicht alles werde komplett umgekrempelt, beruhigt Martin Huber im Gespräch vor Ort. Die meisten der bestehenden Umkleidekabinen geben dem Penzinger See zum Beispiel auch weiterhin ein bekanntes Gesicht.

Was tut sich Neues?

Der Steg wurde Instand gesetzt, auch der Stufen-Zugang ins Wasser konnte eine Ebnung gebrauchen, heißt es von Projektleiter Manfred Erbe. Auch ältere Menschen können jetzt gut in den See steigen. Neue Duschen werden zur neuen Saison geöffnet, in Betrieb geht dann auch der neue Kiosk, der von der PSV selbst betrieben wird.

Die Kinder und Jugendlichen dürften sich in der kommenden Badesaison auf eine neue Schwimminsel  freuen, die ca. 50 Meter vom Ufer aus im Wasser eingegliedert werde, heißt es von Besitzer Martin Huber. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Eifrig sei man bei der Sache, zeigen sich die Verantwortlichen erfreut, damit zum 1. Mai dem Start nichts mehr im Wege stehe.

Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen Wasserburger Wasserwacht und Penzinger See Verwaltungsgesellschaft am Dienstagvormittag wurde der wichtige Punkt der Sicherheit schon mal besiegelt. Der Spaß komme dann mit Start der Badezeit, und auf die freuen sich die Beteiligten schon sehr.

Quelle: rosenheim24.de

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