Regisseure aus Babensham fokussieren wichtiges Thema Wasser

"Klappe zu" in Wasserburg: Warum Spionjaks neuer Film eine "Herzens-Angelegenheit" ist

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Die Geschwister Slavko und Slavica Spionjak produzieren einen neuen Film über das Thema Privatisierung des Wassers. Gedreht wird unter anderem in Wasserburg. 
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Tötzham bei Babensham - Es ist nicht ihr erstes Filmprojekt, aber eines mit einer wichtigen Botschaft: Die Geschwister Slavko und Slavica Spionjak aus Tötzham wollen das Thema Wasserprivatisierung mit einem Kurzspielfilm näher ins Bewusstsein der Menschen rücken. Gedreht und produziert wird im Wasserburger Altlandkreis. 

Die kleine Filmproduktion UE-Spionjak in Tötzham 10 besteht aus Slavko und seiner Schwester Slavica Spionjak. Die beiden haben bereits einige Kurzfilme gedreht. Das aktuelle Projekt sei für sie "eine echte Herzens-Angelegenheit und ihr "Beitrag zu einem deutlichem 'Nein' zur Wasserprivatisierung", wie sie im Gespräch mit wasserburg24.de erzählen.

Die Geschwister Slavko und Slavica Spionjak drehten schon mehrere Filme - darunter einen Horrofilm mit witzigen Anekdoten. 

Slavko betont dabei: "Meine Schwester ist die Chefin der Produktion. Sie ist in allen kreativen Bereichen mit dabei - von der Entwicklung bis zu dem finalem Film."

Zur Intention des Kurzfilms erläutern die beiden: "Jeder Tropfen ist Geld wert. In Ländern wie Afrika, in denen ohnehin Wasserknappheit herrscht, ist die Problematik schon eher spruchreif als bei uns. Wir glauben, dass der Ernst der Lage vielen noch nicht bewusst ist und möchten mit unserem Film den Leuten die Augen öffnen, ihnen die heiße Debatte um unsere lebenswichtige Grundlage Wasser ins Gedächtnis rufen. Auch wenn die Privatisierung für uns in Deutschland noch in weiter Ferne zu weilen scheint - wenn sie spruchreif wird ist es schon zu spät. Wir müssen jetzt handeln." 

Deshalb haben sich die zwei dazu entschlossen ein Drehbuch zu schreiben. "Es wird keine Doku, sondern ein Spielfilm mit einer Handlung", unterstreicht Slavica. 

Wasserburg und der Altlandkreis als Filmkulisse

Der Film wird den Titel "H2O - Tropfen für Tropfen" tragen und erzählt in etwa 30 Minuten die Geschichte einer Familie im Jahr 2025. "Eine sehr nahe Zukunft. Wir drehen hier keinen Science Fiction Film - alles, was in dem Film passiert, könnte morgen bereits bittere Realität werden", untermalt Slavko. 

"Aktuell lässt man einen Wasserableser ohne Skespis ins Haus - aber wie sieht das in fünf Jahren aus?" Mitunter diese Frage, die Slavko in den Raum wirft, wird auch im Film behandelt und dargestellt. 

Das Haus der Familie, in dem die Innenaufnahmen entstehen werden, befindet sich in Edling. Auch Wasserburg wird zum Schauplatz des Geschehens: "Das bietet sich doch für unsere Außenaufnahmen mehr als an", unterstreicht Slavko lachend in Bezug auf das 'Wasser' im Stadtnamen. Gedreht wird ab September

Noch Unterstützer gesucht

Im Film spielen sowohl Laiendarsteller als auch Profis, darunter Tanja Frehse, bekannt aus der Lindenstraße. Auch Schauspieler und Comedian Florian Simbeck konnte für den Kurzfilm gewonnen werden. Es gebe Slavko zufolge noch ein paar Nebenrollen, die aktuell noch unbesetzt seien. 

Slavko Spionjak beim Dreh. 

Für das Projekt sucht das Geschwisterpaar noch Unterstützung - auch finanziell. "Alle Mitwirkenden vor und hinter der Kamera arbeiten kostenlos, wir verpflegen sie aber natürlich. Für Vorproduktion, Planung sowie Postproduktion hingegen wollen wir kein Geld", hebt der Regisseur hervor. 
Die Qualität ihres Equipments sei Slavko zufolge vergleichbar mit internationalen Kinostandards. Gezeigt wird der Film dann auch in der Region - wie in dem kleinen Kellerkino "Utopia" in der Wasserburger Altstadt. Slavko stehe aber auch in Kontakt mit TV-Sendern

Unterstützer des Projekts, die sich sowohl finanziell beteiligen möchten als auch Interesse an einer Nebenrolle haben, dürfen sich direkt mit Slavko Spionjak in Verbindung setzen - über seine Facebook-Seite, per Mail oder telefonisch unter 08074/8688 und 0160/1555800

Geschwister hoffen auf Umdenken

"Wir hoffen, dass das die Botschaft, die wir im Film vermitteln, auch ankommt bei den Leuten", sagt Slavko abschließend. Das Ziel von seiner Schwester und ihm sei es, eine gewisse Reichweite mit dem Film zu erreichen und vor allem ein Umdenken in der Gesellschaft zu bewirken sowie die Leute zum Nachdenken anzuregen. 

"Wir können nicht so reden wie die Politiker", ergänzt Slavica. "Aber wir wollen mit unserem Film zeigen, wie wichtig es für uns alle ist nicht blind weiterzuleben." 

mb 

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