Deponie Odelsham: Kritik an Staatlichem Bauamt und Zosseders Plänen

"Sehr verwunderlicher Vorgang" - Kölbl verärgert über Rodungs-Pläne an B304  

Die Firma Zosseder bekam vom Staatlichen Bauamt die Genehmigung den Waldstreifen entlang der B304 am Deponiegelände auf dem Gebiet der Gemeinde Babensham für eine künftige Zu- und Abfahrt zur geplanten DK1-Deponie zu roden. Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl kann den Vorgang nicht nachvollziehen und machte seinem Ärger darüber in der jüngsten Stadtratssitzung Luft. 
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Die Firma Zosseder bekam vom Staatlichen Bauamt die Genehmigung den Waldstreifen entlang der B304 am Deponiegelände auf dem Gebiet der Gemeinde Babensham für eine künftige Zu- und Abfahrt zur geplanten DK1-Deponie zu roden. Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl kann den Vorgang nicht nachvollziehen und machte seinem Ärger darüber in der jüngsten Stadtratssitzung Luft. 

Babensham/Wasserburg - Der Rodungsantrag Zosseders entlang der B304 am Deponiegelände schlägt hohe Wellen rund um den geplanten DK1-Deponie-Standort in Odelsham. Bürgermeister Michael Kölbl äußerte sich nun kritisch. An den Pranger stellt er auch das Staatliche Bauamt. 

"Dass das Staatliche Bauamt der Firma Zosseder Grund zur Verfügung stellt für die Verlegung eines Parkplatzes, wo die Firma selbst als Bauherr auftritt ist für mich ein sehr verwunderlicher Vorgang", bringt Kölbl in der letzten Sitzung des Stadtrats vor der Sommerpause am 23. Juli sein Unverständnis zum Ausdruck. Er folgte mit seiner Stellungnahme der Bitte von Norbert Buortesch (Bürgerforum) im Rahmen der Anfragen und Wünsche am Ende der Sitzung. Der Stadtrat und Bio-Gärtner aus Reitmehring ist seit Jahren kritischer Gegner der geplanten DK1-Deponie in Odelsham


Kölbl kritisiert Vorgehen des Bauamts zum Rodungsantrag Zosseders bei Babensham: 

Der Hintergrund des Rodungsantrags der Firma liege für Kölbl auf der Hand: Für ihn hänge das unmittelbar mit dem Bau der Deponie zusammen. In seinen Augen hätte die Regierung von Oberbayern als Genehmigungsbehörde im Planfeststellungsverfahren DK1-Deponie Odelsham mit eingebunden werden müssen. 

"Natürlich geht es Zosseder primär darum eine Zufahrt zum Deponiegelände über die öffentliche Straßenführung der B304 zu schaffen. Ich würde es mir wünschen, dass es mit unseren städtischen Anliegen auch so einfach ginge, eine so rasche Zustimmung des Bauamts zu erhalten", erläuterte Kölbl und spielte damit auf die Zufahrtssituation auf das Gelände des Innsalzach-Klinikums Gabersee an. 


Hier befindet sich aktuell die Großbaustelle zum gemeinsamen Klinikneubau des ISK mit den RoMed-Kliniken. Die Stadt habe bei der Zu- und Abfahrt zum Klinikum für eine Verbesserung der Situation mehrfach um Unterstützung des Bauamts gebeten, was jedoch Kölbl zufolge bis dato immer abgelehnt worden sei. Als weiteres Beispiel nannte er die Anbindung des Stadtbussses am nördlichen Bereich des Klinikgeländes - bei diesem Vorhaben habe das Bauamt ebenfalls bisher ein Veto eingelegt

Eure Meinung zum Vorgang der geplanten Rodung: 

"Wer weiß, wie schwierig es ist, vom Staatlichen Bauamt eine Genehmigung in Sachen Zu- und Abfahrt zu erhalten, der ist sehr erstaunt darüber, wie einfach es plötzlich hier am geplanten Deponiegelände geht", unterstreicht Kölbl abschließend. Die Stadt Wasserburg positioniert sich strikt gegen die geplante DK1-Deponie in unmittelbarer Nähe zur historischen Altstadt und tritt im Rahmen des Genehmigungsverfahrens auch als Nebenkläger auf. 

Kölbl als Wasserburgs Bürgermeister sei nicht eingebunden gewesen in die Debatte der geplanten Rodung, da das Waldstück nicht auf städtischem Grund liege. Er sei lediglich mit dem Staatlichen Bauamt in regen Mailverkehr gestanden und habe seine Informationen von der Nachbargemeinde Babensham eingeholt. 

mb

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