Badria der Gewinner

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Nur noch die ganz Harten drehen noch ihre Runden im Staudhamer See.

Wasserburg - Die Sommerbadesaison geht zu Ende, die Bäder ziehen Bilanz. Während die Besucherzahlen in den Seebädern ungefähr auf Vorjahresniveau liegen, verzeichnet das Badria sogar einen leichten Besucheranstieg im Innenbecken und in der Sauna, kein Wunder bei den vielen Regentagen.

"Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne" - so lautet eine alte Bauernregel. Leider zu früh gefreut haben sich da wohl die Betreiber der örtlichen Freibäder und Badeseen. Denn obwohl am Siebenschläfertag am 27. Juni das Wetter vielversprechend anmutete, kam weit vor Ende der Siebenwochenfrist die Ernüchterung. "Aus dem Siebenschläfer ist ein Dreieinhalbschläfer geworden", scherzt Franz Voggenauer, Betreiber des Strandbades am Penzinger See, hinsichtlich des weitestgehend verregneten Augustes.

Vielleicht deshalb steht beim Badria ein leichter Besucheranstieg zu Buche. Über 100.000 Badegäste kamen in der Zeit von Anfang Mai bis Ende August ins Wasserburger Freizeitbad - rund 3000 mehr als im Vorjahr. Mit seiner Kombination aus Innenbereich und beheiztem Außenbecken scheint das Badria nicht so sehr vom Wetter abhängig zu sein wie die Seebäder. "Für uns ist es besser, wenn das Wetter entweder sehr gut oder sehr schlecht ist. Dieses Jahr war drinnen tendenziell mehr los als im Außenbereich", erklärt Kurt Fritsch, Leiter der Stadtwerke. Im Vergleich zu 2009 verzeichnete er im August bei den Saunabesuchern einen Anstieg um 45 Prozent.

Des einen Freud, des andern Leid, könnte man nun denken, sind doch bei den Bädern ohne Innenbereich sehr schlechte Tage eher nicht so gern gesehen. Davon gab es aber diesen Sommer einige. Dennoch fällt die Bilanz kaum unter die des Vorjahres. "Die diesjährige Besucherzahl nimmt sich nicht viel mit der letztjährigen. Letztes Jahr war der Juli schlecht, dieses Jahr halt der August. Wenn das Wetter schön war, waren auch viele Gäste da", sagt Margit Maier, Betreiberin des Strandbades am Soyener See.

Gleiches gilt für den Penzinger See und das Haager Naturfreibad. Letzteres blickt auf die erste Saison mit Eintritt zurück. "Wir haben leider keine Vergleichszahlen vom Jahr 2009, weil ja damals der Eintritt noch kostenlos war. Aber auch wenn der Sommer jetzt nicht üppig war, lief die Saison den Umständen entsprechend ganz gut. Bei schönem Wetter war unser Bad ausgesprochen gut besucht", bilanziert der Haager Bürgermeister Hermann Dumbs.

Etwas schlechter steht es um die Bilanz des Rotter Ausees. Dort brachen laut Kämmerer Manfred Furch die Einnahmen des anliegenden Parkplatzes um rund ein Drittel ein. "Wegen der vielen schlechten Tage hatten wir dieses Jahr vergleichsweise viel Dienstausfall", resümiert Brigitte Wühr, Stützpunktleiterin der Wasserwachthütte am Ausee.

Eines haben sie aber alle gemeinsam: von gravierenden Badeunfällen oder sonstigen unangenehmen Vorfällen blieben sie verschont. Größere Renovierungsarbeiten stehen im Badria auf dem Programm, wenn vom 13. September bis 1. Oktober die Pforten geschlossen bleiben. Der Eingangsbereich sowie die Damensauna werden auf Vordermann gebracht. Die Fertigstellung der Damensauna könnte sich auch bis eine Woche nach Wiedereröffnung hinziehen.

Johannes Mitterer (Wasserburger Zeitung)

Quelle: rosenheim24.de

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