Badria: Renovierung endlich abgeschlossen

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Auch kritisch inspiziert haben Bürgermeister Michael Kölbl und der Werkausschuss das Badria, bevor es nach der Renovierungspause wieder geöffnet wurde.

Wasserburg - Wie üblich bis zur letzten Minute wurde bei der Renovierungs-Pause im Badria gearbeitet. Trotz der inzwischen 34 Jahre Betrieb waren die Überraschungen dabei eher positiv.

"Keinesfalls dem Überstunden-Abbau", so Bürgermeister Michael Kölbl, dienten die drei Wochen Schließungzeit im Badria. Bei einem Abschlussrundgang machte sich der Werkausschuss ein Bild davon.

Rund 300 000 Euro wurden diesmal verbaut, davon allerdings ein großer Teil in der Sporthalle und auf der Laufbahn des Stadions. Die war die erste positive Überraschung: Statt einer Komplettsanierung reichte die Erneuerung der Innenbahn.

In der Badria-Dreifachhalle waren die Trennwände von Anfang an nicht wirklich überzeugend. Inzwischen war es fast unmöglich, sie nach dem Einsatz wieder seitlich in die dafür vorgesehenen Nischen zu schieben. Jetzt wurden die schweren Kunststoff-Vorhänge komplett erneuert. Sie werden nun mit Motor von oben abgesenkt. Allerdings gibt es kleine Lücken, die aber beim Sportunterricht nicht störten, so die Überzeugung: Notöffnungen wären ohnehin erforderlich gewesen. Die Sanierung des Hallenbodens bleibt auf der Tagesordnung.

Das größte Vorhaben im Bad selbst war die Betonsanierung im Bereich des Schwimmbeckens: Einsickernde Chloride setzen dem Beton zu. Doch es zeigte sich, dass die Schäden geringer waren als befürchtet. Trotzdem waren der Abbau der Technik im Untergeschoss rund um das Hallenbecken, der Staub beim Betonabtrag und die Wiederinstallation mit dem Ersatz einiger verbrauchter Rohre die größte Herausforderung der Sanierung 2011. Sie wird im nächsten Jahren in anderen Bereichen fortgesetzt.

Während davon oben nichts zu sehen ist, wird Stammgästen in den nächsten Tagen auffallen, dass die meisten Duschen neue Armaturen, Wand- und Bodenbeläge erhalten haben - mit bunten Einschüben, die nicht allen Stadträten gefielen. Hier wünschte man sich künftig ein durchgängiges Farbkonzept für das Badria. Ein Fortschritt ist der Verzicht auf Silicon-Fugen, die laufend erneuert werden müssen. Sie wurden ersetzt durch Edelstahl-Schienen mit Dichtungen.

"Für dieses Alter immer noch wirklich attraktiv" fand Michael Kölbl das Badria am Ende des Rundgangs: Die Architektur sei beinahe zeitlos, die Funktion als Familienbad werde sehr gut erfüllt. "Aber wir haben ja auch regelmäßig etwas dafür getan, heuer sogar überdurchschnittlich viel."

koe/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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