Bau-Innung: "Es läuft gut"

Ebersberg - Sehr zufrieden zeigte man sich bei der Frühjahrsversammlung der Bau-Innung. Die Auftragslage sei gut wie selten.

"Es herrscht derzeit ein hervorragendes Klima. Die Auftragsbücher unserer Mitglieder sind voll. Die Bereitschaft der Bürger, sich ein eigenes Häuschen, zu leisten, wächst," so Silvia Schmid, Geschäftsfüherin der Bau-Innung Wasserburg-Ebersberg bei der Frühjahrsversammlung.

Ebersberg - Zahlreich kamen die Innungs-Mitglieder zur Frühjahrsversammlung in Ebersberg. "Wir bleiben auf der Erfolgsspur," sagte sie ihnen. Die Männer und Frauen vom Bau profitierten von der Verunsicherung vieler Bürger, die aus Angst vor einer Inflation ihr Erspartes wieder in Immobilien anlegten.

Die Zahlen, die Innungs-Obermeister Martin Schmid vorlegen konnte, sprechen für sich. Nachdem der Wohnungsbau mit dem Ende der Eigenheimzulage zwischen 2006 und 2009 um fast 40 Prozent eingebrochen war, herrscht wieder Aufbruchstimmung.

Die Voraussetzungen, so der Innungs-Obermeister seien gut. Der robuste Arbeitsmarkt und die niedrigen Hypothekenzinsen würden vielen Bauherren Planungssicherheit geben. "Schon das Jahr 2011 war ein Erfolgsjahr für das Bauhandwerk. Vor allem die gute konjunkturelle Entwicklung bescherte höchste Zuwachsraten". so Schmid nicht ohne Genugtuung: "Die bayerische Bauwirtschaft verzeichnete im zurückliegenden Jahr ein Umsatzplus von rund 9,5 Prozent." Selbst unter Berücksichtigung der Preisentwicklung entspreche dies immerhin noch einer Steigerung um 6,5 Prozent. Das könne sich sehen lassen.

Vor allem der Wohnungs- und Wirtschaftsbau bescherte die höchsten Zuwachsraten. Beachtlich sei, dass allein im Freistaat Bayern im Vorjahr insgesamt rund 52000 Wohnungsbaugenehmigungen erteilt worden seien, "eine Steigerung von 22,6 Prozent. Davon können andere Berufsgruppen nur träumen". Man könne förmlich von einem Neubau-Boom sprechen.

Wie immer gab es aber auch einen kleinen Wermutstropfen für die Branche: Der öffentliche Bau wuchs nur um 1,5 Prozent und wird wohl auch 2012 das Sorgenkind bleiben. Schmid: "Hier zeichnen sich eindeutig negative Perspektiven und weitere Umsatzeinbrüche ab. Die Finanzierungsspielräume öffentlicher Auftraggeber werden wegen der beschlossenen Schuldenbremse mit Sicherheit wegbleiben." Für den Chef der Bauinnung Wasserburg-Ebersberg ein Denkfehler: "Es bedeutet ein großes Risiko, notwendige Einsparmaßnahmen zu Lasten von Investitionen vorzunehmen, denn nur Investitionen sichern nachhaltig Wachstum und Beschäftigung in einer Volkswirtschaft."

Auch wenn das Bauhandwerk glänzend dastehe, gibt es nach Schmid keinen Grund, sich zufrieden zurück zu lehnen. Auch das Bündnis Wasserburg/Ebersberg will nicht auf der Stelle treten und unterstützt Anregungen der Aktion "Impulse für den Wohnungsbau" die mit einem Sieben-Punkte-Programm, darunter unter anderem verbesserte steuerliche Anreize im Wohnungsbau die Politik in die Pflicht nimmt.

Schmid abschließend: "Es läuft gut. Die Herausforderungen werden zwar nicht weniger werden, aber wir werden uns diesen Aufgaben stellen."

Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser