Baubranche mit positiven Aussichten

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Die Baubranche befindet sich im Aufwind, wie Bauunternehmer Schmid bestätigte, ohne deshalb in Euphorie zu verfallen.

Ebersberg/Wasserburg - Der Tagesordnungspunkt Neuwahlen wurde zu einer reinen Formsache und zu einem Vertrauensbeweis für das bisherige Führungsteam der Bauinnung Ebersberg-Wasserburg.

Bei der Jahresversammlung der Bauinnung Ebersberg-Wasserburg wurde das Führungsduo mit Obermeister Martin Schmid und seinem Stellvertreter Andreas Wolfbauer einstimmig im Amt bestätigt.

Auch die Besetzung der weiteren Vorstandschaft bereitete keinerlei Probleme. Man war zufrieden mit ihrer Arbeit und sprach ihr das Vertrauen aus. Die Stimmung unter den Mitgliedern war gut. Im Wintergarten der Ebersberger Gastwirtschaft "Seerose" zog der alte und neue Chef Martin Schmid Bilanz und warf einen vorsichtigen Blick nach vorne.

Die Branche befindet sich im Aufwind, wie Bauunternehmer Schmid bestätigte, ohne deshalb in Euphorie zu verfallen. Erstmals seit Jahren sind die Erwartungen positiv, und das, obwohl der Umsatz im Bauhauptgewerbe im zurückliegenden Jahr noch um ein Prozent schwächer ausfiel als 2009.

Die Zeichen stehen freilich auf Aufschwung. Wie Schmid berichtete, wird eine steigende Nachfrage sowohl von den Privathaushalten als auch von der gewerblichen Wirtschaft erwartet. Schmid mit Genugtuung: "Im Wohnungsbau kann man diese Entwicklung an steigenden Auftragseingängen und Baugenehmigungen bereits feststellen."

Aber auch in Baubranche sei nicht alles Gold was glänze, wie Schmid betonte. So zeichne sich bis dato im Wirtschaftsbau noch kein nachhaltiger Aufwärtstrend ab. Hier hoffe nicht nur die Bauinnung Ebersberg-Wasserburg auf eine Verbesserung durch Wirtschaftswachstum.

Der Wehrmutstropfen im Freudenbecher der Branche: Der öffentliche Bau leidet unter der klammen Finanzlage der Kommunen. In den Kassen der Gemeinden herrscht Ebbe. Außerdem wurde beklagt, dass die stabilisierende Wirkung der Konjunkturprogramme massiv nachlasse. Die Landesvereinigung der Bauwirtwirtschaft versucht nach den Worten des Innungsmeisters dagegen zu steuern und fordert die Bundesregierung auf, die Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Bauinvestitionen auf einem bestandserhaltenden Niveau zu halten.

Vieles liege noch im Argen. Straßen und Abwasserkanäle bedürften dringend der Sanierung. Allein in die Instandsetzung und Neutrassierung von Bayerns Straßen müssten Milliarden investiert werden.

Das deutsche Baugewerbe reagierte jetzt, wie Innungsmeister Martin Schmid ausführte, erstmals mit der Vorlage eines "Schwarzbuch- Bau", in dem 26 Punkte der größten wirtschaftspolitischen Fehlentwicklungen angeprangert und Lösungsvorschläge erarbeitet wurden.

Auf großes Interesse stieß bei den Mitgliedern der Innung auch das anschließende Referat von Thomas Schmid vom Landesverband Bayerischer Bauinnung. Er nahm ausführlich Stellung zur Tarifrunde 2011, zum Thema Arbeitnehmerfreizügigkeit und Beschäftigungsformen.

Geschäftsführerin Silvia Schmid, die als Leiterin der anschließenden Neuwahlen fungierte, durfte sich vorher noch über ein dickes Lob freuen. Die Revisoren bestätigten ihr ausdrücklich eine gute und korrekte Kassenführung. Das Ergebnis der Neuwahlen: Obermeister bleibt Martin Schmid, Stellvertreter Andreas Wolfbauer. Beisitzer sind Christian Geyer, Helmut Maier, Kaspar Huber, Stefan Heller und Edmund Ebenkofler.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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