Ein Baum voller Wünsche

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Kein Verein ohne Vorstand: Vorsitzender des "Wasserburger Wunschbaum"-Vereins ist Initiator Peter Fichter, seine Stellvertreterin Sylvia Hampel und Schatzmeisterin Lisa-Marie Fichter (von rechts).

Wasserburg - Am Anfang war ein Traum. Der war so wie geträumt nicht umzusetzen. Ein Jahr später wurde aus dem Traum das Projekt "Wasserburger Wunschbaum" - und daraus nun ein Verein.

Der Wasserburger Wunschbaum erfüllt Kinderwünsche. Vor allem zu Weihnachten. Die Kinder kommen aus wirtschaftlich - und oft auch sozial - schwachen Familien, in denen Weihnachtsgeschenke keine Selbstverständlichkeit sind. Diesen Kindern einen Wunsch zu erfüllen, das war Peter Fichters Traum, kurz nachdem er die Organisation des Christkindlmarktes und Winterbasars übernommen hatte. Auslöser waren die Bäume im Zelt auf der Hofstatt, an die Kinder so gut ihre Wünsche hätten hängen können. Was an der fehlenden Anonymität scheiterte.

"Und dann war es schwierig, an die entsprechenden Kinder heranzukommen", so Fichter. Ein Jahr später fand Fichter mit der Caritas einen Kooperationspartner, der erste Wasserburger Wunschbaum stand. "Wenn man den Kindern die Geschenke gibt, erlebt man wirklich unglaubliche Dinge. Das ist schon eine sehr emotionale, bereichernde Geschichte", sagt Fichter. Was alle die bestätigen, die im Laufe der Zeit zu diesem Projekt dazu stießen.

Und die sich jetzt mit weiteren Interessierten trafen, um aus der Privatinitiative einen Verein zu machen. Denn seitdem der Wasserburger Wunschbaum mit der Wasserburger Tafel kooperiert, wächst die Aufgabe. "Im vergangenen Jahr waren es rund 100 Kinder und es werden tendenziell mehr werden", so Fichter bei der Gründungsversammlung.

Zumal, da war sich das gute Dutzend Gründungsmitglieder einig, auch über die "Wasserburger Tafel" hinaus Kinder beschenkt - und gefördert - werden sollen. Ansprechpartner sind da vor allem Kindergärten und Volksschulen, aber auch das Mehrgenerationenhaus. Zu den Gründungsmitgliedern gehört der Anwalt ebenso wie die Auszubildende, die Angestellte wie der Selbstständige oder der Beamte. Vernetzt sind sie in Wasserburg alle gut.

Bisher ging es ausschließlich um Weihnachtswünsche. Die waren zum Teil erschütternd bescheiden, ein Malblock und Buntstifte etwa, eine Tüte Süßigkeiten, Bauklötze oder Schal und Mütze. Die Unterstützung soll mittelfristig ausgebaut werden, sich nicht nur auf Geschenke beschränken. Dazu allerdings müssen die finanziellen Möglichkeiten vorhanden sein. Der Wasserburger Wunschbaum lebt von Geld- und Sachspenden. Einen Grundstock legte das Sparkassenpersonal, das zugunsten der Kinder auf Weihnachtsgeschenke vom Arbeitgeber verzichtet, das Geld wird gespendet.

Die Satzung war verabschiedet, der Verein gegründet, fehlte nur noch der Vorstand: Den Vorsitz übernahm Peter Fichter, seine Stellvertreterin ist Sylvia Hampel und um die Finanzen kümmert sich Lisa-Marie Fichter. Wer mehr über den Wasserburger Wunschbaum erfahren möchte: Am vierten Adventswochenende präsentiert sich der junge Verein am Christkindlmarkt vor dem Rathaus.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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