Die GWG baut für die Stiftung Attl

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Ein Wohnheim für 24 Betreute der Stiftung Attl soll auf diesem Grundstück entstehen. Bauherr ist die Wohnungsbaugenossenschaft.

Wasserburg - Das Gelände ist zentral gelegen neben Post, Bahnhof und Busbahnhof, für viele Vorhaben aber nicht ideal geschnitten. Nun lässt die Stiftung Attl dort bauen:

Die Stiftung Attl hatte mit den Schnitt keine Probleme. Bauen wird aber die Wohnungsbaugenossenschaft.

Der Stadtrat hat den Verkauf des Grundstücks an die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Wasserburg (GWG) in nichtöffentlicher Sitzung noch vor der Sommerpause beschlossen. Das Gebäude, das darauf entstehen soll, wurde im Zuge eines Wettbewerbs entworfen, eigentlich könnte es losgehen mit dem Bau.

Allerdings fehlt die Baugenehmigung noch. Ein Antrag auf Vorbescheid lag jetzt im Bauausschuss vor. Da sowohl die Grund- als auch die Geschossflächenzahl ziemlich ausgereizt sind und es an einem Ende des Grundstücks auch mit den Abstandsflächen etwas knapp wird, hielt Stadtbaumeisterin Mechthild Herrmann einen Vorbescheid für sinnvoll, "damit es beim Bauantrag keine böse Überraschung gibt."

Im Erdgeschoss des Gebäudes ist ein Laden vorgesehen sowie Räume, die für den Betrieb des Wohnheimes nötig sind. In den drei Obergeschossen werden die Betreuten der Stiftung Attl wohnen. Das Gebäude hat laut Mechthild Herrmann etwa die Höhe der Post, bleibt etwas niedriger als der Bahnhof. In dem Verfahren muss das Landesamt für Denkmalpflege beteiligt werden, da das Grundstück noch im Bereich des geschützten Ensembles Altstadt liegt. Die Mitglieder des Bauausschusses standen dem Vorhaben positiv gegenüber.

Bauherr ist aber nicht die Stiftung Attl, die mietet lieber langfristig. Ein Mitarbeiter der Stiftung, dem das Grundstück ins Auge gesprungen war, nahm in Absprache mit der Stiftungsleitung Kontakt zur GWG auf, befürchtete allerdings abzublitzen. Tat er aber nicht, GWG-Geschäftsführer Josef Brandl gefiel die Idee. Und so baut die GWG nun - voraussichtlich 2013 - das Gebäude, in dem drei Wohngemeinschaften mit je acht Plätzen unterkommen.

Rupert Ober, Wohnbereichsleiter in der Stiftung Attl, erklärt, dass die 24 Männer und Frauen, die alle einen "hohen Begleitungsaufwand" haben, völlig unselbstständig sind. Dazu zählen Menschen, die nicht sprechen können und auf Betreuer als Übersetzer angewiesen sind genauso, wie Rollifahrer, die so immobil sind, dass der Rollstuhl sich nicht bewegt, wenn ihn keiner schiebt.

Was nicht geht, das sind Betreute mit Orientierungsproblemen, denn das Gebäude hinter der Post ist als offenes Haus geplant. Da ist die Gefahr zu groß, dass ein Betreuter ohne es zu wissen durch die Türen marschiert - und dann durch die Stadt. Was für die Wasserburger kein Problem darstellte, weil alle Betreuten, die in dem Wohnheim unterkommen sollen, laut Ober friedlich sind, "da ist keiner aggressiv".

Wie die gut 100 Quadratmeter Ladenfläche genutzt werden, ist laut Ober noch offen. Für einen Lebensmittelmarkt sei die Fläche zu klein, da sei gleich abgewinkt worden. Ein Tagescafé sei ebenso möglich wie zum Beispiel der Verkauf von Produkten aus den Inntalwerkstätten. Und noch fehlt ja auch die Baugenehmigung.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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