"Bayern muss Bayern bleiben"

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In Höchstform war "Erdäpfekraut" (rechts) beim Gstanzlsingen, den Christian Fill mit Infos versorgte.

Waldhausen - Mit dem Heimatabend begannen in Waldhausen die Feiern zum 80-jährigen Bestehen des örtlichen Trachtenvereins.

"Es ist ein guter und schöner Brauch, vor einem Fest den Verstorbenen des Vereins für ihren Einsatz in früheren Zeiten zu danken und ihnen einige Minuten des Gedenkens zu widmen" würdigte Bürgermeister Vitus Pichler den Auftakt des Jubiläumsfestes des Waldhauser Trachtenvereins am Kriegerdenkmal. "Und unsere Vorgänger werden dafür volles Verständnis haben, wenn wir dann zum Feiern gehen." Pfarrer Georg Schinagl gedachte mit Gebeten der verstorbenen Vereinsmitglieder. "Es ist ein Zeugnis einer intakten Dorfgemeinschaft, wenn wir hier am Kriegerdenkmal unsere Verbundenheit mit den Verstorbenen zeigen."

Waldhausener Kinder sangen boarische Kinderlieder wie "Der Pimperlwirt, der Pamperlwirt" beim Heimatabend. Fotosju

Unter den Klängen der Ramsauer Trachtenkapelle zogen die Fahnenabordnungen aller Ortsvereine und die Mitglieder des Jubelvereins zum Festabend ins Zelt. Hier zogen nicht nur die Ramsauer Musikanten, sondern auch der Eibl Fawe alle Register ihres Könnens. Der Fawe ist als Waldhauser Eigengewächs schon weithin als Humorist und Gstanzlsänger bekannt. Mit viel Witz führte er durch einen Heimatabend, bei dem die Trachtenvereine aus Waldhausen, Schnaitsee, Peterskirchen und Trostberg mit ihren aktiven Gruppen einen wunderbaren Einblick in die Vielfalt der boarischen Trachtentänze und Plattler gaben. Die Waldhauser Kindergruppe sorgte zudem mit Kinderliedern in boarischer Mundart für einen weiteren Glanzpunkt im Programm. Gewürzt war diese mit einem Auftritt der Drei-Landler-Gruppe aus der Partnergemeinde Waldhausen im Strudengau. Das zeigte, dass es in gar nicht so weiter Entfernung ganz andere Arten von Trachtentänzen gibt.

Zu Beginn des Abends hatte Gauvorstand Peter Eicher einen flammenden Appell für die Heimat und die Trachtensache an die Gäste gerichtet. "Wir wollen fest zu unserer bayerischen Heimat halten. In Höhen und in Tiefen. Bayern muss Bayern bleiben."

Nach dem Auftritt der Schnaitseer Aktivengruppe überreichte deren Vorstand Lenz Spreigl als Gastgeschenk einen Geschenkkorb und bat, diesen an die Kindergruppe weiterzugeben. Unter den Klängen der Ramsauer Musikanten und später von der Schladl-Musi in der Bar war noch lange beste Stimmung im Zelt und auch schon Vorfreude auf das große Fest am Sonntag.

Bereits am Vortag beim altbayerischen Gstanzlsingen waren hochkarätige Vertreter dieser boarischen "Bänkelsänger" nach Waldhausen gekommen. Hubert Mittermaier alias "Erdäpfekraut" war in Höchstform und viele Gäste kamen während seines Rundgangs durch das Zelt nicht ungeschoren davor. Christian Fill begleitete ihn und versorgte ihn mit Infos über die Gäste. Es ist schon erstaunlich, wie "Erdäpfekraut" in wenigen Sekunden schon einen Reim, passend auf den jeweils ausgesungenen Gast, parat hat. Ein Volltreffer. Auf der Bühne spielte die 6-Egg-Musi und in der Bar unterhielt die Wabach-Musi.

ju/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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