Bedenken um "Sinzinger Hof" sind ausgeräumt

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Offene Fragen beantwortet Brigitte Breuherr (rechts) bei einer Führung durch den "Sinzinger Hof".

Schnaitsee - Neun Jugendliche leben unter pädagogischer Betreuung auf dem "Sinzinger Hof". Ursprüngliche Bedenken sind weitgehend ausgeräumt. Das zeigte sich nun auch beim Sommerfest.

Pädagoge Ronald Föhlinger zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung "Sinzinger Hof" im letzten Jahr. Besonders stolz sei man auf die Verselbständigungsgruppe mit zwei Jugendlichen: "Für die beiden haben wir kleine Appartements im Nebengebäude eingebaut. Sie gestalten sich jetzt selbstverantwortlich ihren Tagesablauf mit allen Pflichten, aber auch Vorteilen."

Beide 17-Jährigen sind bei arbeitsqualifizierenden und berufsbildenden Maßnahmen in Traunreut tätig. Im Idealfall folge dann eine Ausbildung und die Arbeitsaufnahme. "Wenn sie soweit sind, dass sie ihr Leben allein bewältigen können, haben wir unser Ziel erreicht", so Föhlinger. Er betonte aber auch, dass die regelmäßige Begleitung Voraussetzung für den Erfolg sei. Da hob Föhlinger die "perfekte Zusammenarbeit" mit der Agentur für Arbeit in Traunstein und mit der Jugendsiedlung in Traunreut hervor.

Insgesamt sind zurzeit neben den beiden Erwähnten noch sieben Kinder und Jugendliche zwischen elf und 16 Jahren am "Sinzinger Hof". Davon werden vier extern und drei intern beschult. "Von den externen Schulen haben wir durchaus positive Rückmeldungen."

Bei einer Führung über den Hof zeigte sich auch Bürgermeister Vitus Pichler sehr angetan von dem was er zu sehen und zu hören bekam. "Es freut mich zudem besonders, dass hier ein alter, dem Verfall preisgegebener Bauernhof, wieder mit Leben erfüllt ist."

Im Blickfeld bei den Führungen stand der kleine Tierbestand des "Bauernhofes. Zwei Ziegen, zwei Schafe und neuerdings auch zwei Esel werden von den jungen Hofbewohnern versorgt und gepflegt. Wie die Gruppenpädagogin Brigitte Breuherr bei der Führung betonte, gehört es auch zu den wichtigen Aufgaben, im geregelten Tagesablauf Pflichten zuverlässig nachzukommen.

Für das Sommerfest stand neben dem Kuchenbüffet auch eine Hüpfburg und ein Trampolin für die Kinder sowie eine Tombola mit schönen, oft selbst gebastelten Preisen zur Verfügung. Die Waldhausener Feuerwehr, zu der auch Elia vom "Sinzinger Hof" gehört, regelte die Zufahrt und das Parken während des Sommerfestes.

ju/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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