Betonsanierung fürs Hallenbad steht an

Wasserburg - Bis zum 11. September können sich Einheimische und Urlauber noch im Badria erfrischen, dann werden für einige Wochen die Pforten geschlossen.

Die turnusgemäßen Wartungsarbeiten sowie ein weiterer Baustein der Sanierungspläne werden in Angriff genommen.

Im neuen Glanz erstrahlt bereits dieser Nassbereich.

Sich auf dem hart umkämpften Bademarkt zu behaupten, ist nicht immer leicht. Vor allem wenn die Betreiber vom Wetter abhängig sind. "Das derzeitige Wischi-Waschi-Wetter ist nichts für unsere Einrichtung", so Stadtwerkeleiter Kurt Fritsch gegenüber unserer Zeitung. Die Besucher würden eher ausbleiben, da es bei 18 Grad zu warm für das Hallenbad, aber zu kalt für das Freibad sei. "Dann gehen die Bürger und Urlauber lieber wandern oder bummeln", so Fritsch. Deshalb sind ihm zufolge die Besucherzahlen in den Monaten Mai, Juni und Juli dieses Jahres um zirka acht Prozent rückläufig. Verbuchten die Stadtwerke 2010 in diesen drei Monaten noch rund 714.000 Eintritte, so komme man heuer im gleichen Zeitraum nur auf rund 66.000 Besucher.

"Das kann sich aber durch zwei extrem sonnige oder auch extrem verregnete Wochen im August in der Gesamtbilanz schon wieder ganz anders darstellen", so Fritsch. In den ersten Monaten des Jahres habe man aber die Vorjahreszahlen erreicht.

Nun hoffen die Verantwortlichen noch auf einen heißen Endspurt bis 11. September. So lange läuft auch noch die Aktion "Vier Stunden bezahlen und sechs Stunden baden" im Badria. "Unsere Gäste nutzen dieses Angebot und genießen es, sich beispielsweise länger auf der Liegefläche aufhalten zu können", sagte Fritsch.

Dann aber sind erst einmal die "Schotten dicht" im Badria. Denn vom 12. September bis 1. Oktober stehen Revisions- und Sanierungsarbeiten an. Letztere erfolgen im Zuge eines Planes, der langfristig - auf zehn bis 15 Jahre - ausgelegt ist. "Heuer werden dabei die Sauna und Badduschen komplett erneuert", erklärte der Stadtwerkeleiter. Ein großer Baustein sei zudem die Betonsanierung im Keller unter dem großen Hallenbecken. "Dieser erste Schritt gehört zur energetischen Sanierung des Hallenbades", so Fritsch. Selbige soll dann in den kommenden zwei bis vier Jahren Stück für Stück realisiert werden.

Die alten Duschen werden im September erneuert.

"Ziel ist es, das Bad nicht länger als unbedingt notwendig zu schließen und die Arbeiten innerhalb der turnusgemäßen Herbstpause nach den Sommerferien durchzuführen", erklärte Fritsch das Vorgehen. Mitarbeiter und Handwerker würden sich dann unter der Woche die Klinke in die Hand geben, teilweise könnten Betriebe auch am Wochenende im Bad im Einsatz sein. Dies sei vom Arbeitsaufwand und dem jeweiligen Fortschritt der Maßnahmen abhängig.

Mehrere überdachte Becken laden Alt und Jung zum Badevergnügen ein.

300.000 bis 400.000 Euro lässt sich die Stadt die jährliche Sanierung kosten. Die Konkurrenz im Umland gelte es seit Ende der 90er-Jahre in Schach zu halten. "Hier haben wir doch durch die Einrichtungen in Erding und Prien Besucher verloren", ist sich Fritsch sicher. Bei einem jährlichen Defizit von durchschnittlich 1,3 Millionen Euro dürfe man dennoch nicht an Attraktivität verlieren. Deshalb habe man vor einigen Jahren unter anderem eine Blockhaus- sowie eine Stollensauna errichtet.

"Das in Eigenregie der Stadt Wasserburg geführte Badria kann sich mit privaten Bädern absolut vergleichen", so Betriebsleiter Günter Rödel, der in der Wasserburger Badelandschaft (1978 erbaut) ein für Kunden sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sieht. Das Badria sieht sich als eine Badeeinrichtung für Leute aus dem Umkreis. Auch der im Jahr 2003 erstellte Anbau mit neuer Gastronomie, Kleinkinderbecken und Rutschen-Bereich trug zum Aufschwung bei.

Insgesamt weist das Badria eine Wasserfläche von über 2000 Quadratmetern auf. 200 bis 300 Kubikmeter Wasser benötigt das Badria pro Tag und je nach Andrang. "Platzprobleme sind hier nicht vorhanden", verkündet Rödel stolz, und auch auf den großzügigen Liegewiesen finde sich für jeden ein Platz. Auf Kundenwunsch wurde kürzlich die Zahl der Außenliegen von 70 auf 100 aufgestockt.

Silvia Mischi/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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