Betreuungsprogramm macht "Riesenspaß"

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Jeder wie er will: Die einen spielen Karten, die anderen ratschen und die Mädels belagern den Kicker. "Langweilig wird ihnen nie" kommentieren Julia Lazarus und Katharina Cacic lachend das Verhalten ihrer Ferienkinder.

Wasserburg - "Können wir auch Wurst haben?" fragt ein junger Mann. Mit dem Frühstück im Jugendzentrum beginnt jeder Tag der ganztägigen Betreuung im Rahmen des Ferienprogrammes.

Was dann kommt hängt von Lust, Laune und Wetter ab.

Im vergangenen Jahr gab es erstmals das Angebot einer ganzwöchigen Betreuung sechs- bis zehnjähriger Kinder als Testphase. Diese kam gut an, heuer wurde das Angebot ins Ferienprogramm der Stadt aufgenommen und auf zwei Wochen ausgedehnt. In der ersten Ferienwoche kümmerten sich Josefa Rücker und ihr Team jugendlicher Betreuer um 24 Kinder, in dieser Woche waren es 14.

Josefa Rücker hat sich zurückgezogen, die jungen Leute haben das Kommando übernommen. Allen voran Katharina Cacic und Julia Lazarus. Beide sind Wiederholungstäterinnen, waren vergangenes Jahr schon dabei. "Ich hatte ja erst leichte Bedenken, als Josefa mich gefragt hat, habe aber trotzdem zugesagt und es macht einen Riesenspaß", sagt Katharina Cacic und Julia Lazarus nickt zustimmend.

Spaß haben vor allem auch die Kinder. Ab 7.30 Uhr können sie im Jugendzentrum eintrudeln, bis zum gemeinsamen Frühstück um 9 Uhr sollten alle da sein. "Heute haben viele schon wieder zuhause gefrühstückt, sitzen jetzt daneben und spielen, das ist nicht so toll", ärgert sich das achtköpfige Betreuerteam. Nach dem Frühstück geht es dann los, bei schönem Wetter draußen, bei schlechtem drinnen. Die Betreuer überlegen sich nach einem Blick auf den Wetterbericht schon am Vortag, was man unternehmen könnte, oft wird aber auch spontan entschieden. "Wenn die Jungs unbedingt Fußball spielen wollen, gehen eben ein paar Betreuer mit ihnen auf den Sportplatz und die anderen basteln hier mit den Mädchen" - bevorzugt Perlenketten. Gestern ging's ins Badria, zu Fuß. Bei schlechtem Wetter wirft das Kino extra den Projektor an oder es wird im Jugendzentrum gespielt. Besonders gern werden auch Lichter und Plattenspieler angeworfen und Kinderdisco gefeiert. Höhepunkt ist aber der Ausflug zu einem Indoor-Spielplatz in der Region, wo die Kinder vor lauter Herumtoben glatt das Essen vergessen.

Heute, am letzten Tag, geht es vormittags ins Kino, nachmittags ist dann Kinderdisco mit bunten Saftcocktails, "da wollen sie dann wieder nicht nach Hause gehen", lacht Katharina Cacic. "Da ist es dann auch egal, wenn die Eltern mal wieder nicht pünktlich um halb vier da sind zum Abholen", stimmt ihr Julia Lazarus fröhlich zu.

Kino, Badria, Indoor-Spielplatz, gemeinsam essen, das hört sich teuer an. Kostet aber nur 80 Euro pro Kind und Woche. Etliche Sponsoen machen's möglich.

Sylvia Hampel (Wasserburger Zeitung)

Quelle: rosenheim24.de

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