Bewegung im Streit um Kindergarten

Rott - Bewegung ist in das in den letzten Wochen hitzig debattierte Thema Standort für den neuen Rotter Kindergarten gekommen. In der heutigen Sitzung besteht die Chancen auf eine Einigung.

Vor der Gemeinderatssitzung am heutigen Donnerstag wurden erstmals Zahlen aus dem Gutachten für den Verkehrswert des Grundstückes bei der Feuerwehr in der Öffentlichkeit genannt bei einer SPD-Versammlung Anfang der Woche. Dort wurde herausgestellt, dass die Gemeinde für das Feuerwehrgrundstück 465.000 Euro zahlen müsste, der amtliche Gutachterausschuss im Landratsamt aber den Verkehrswert für dieses Grundstück als nicht erschlossenes Bauerwartungsland auf 361.000 Euro festgesetzt habe und somit die Forderungen des Eigentümers um 104.000 Euro weit darüber liege. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass ein vom Eigentümer in Auftrag gegebenes Privatgutachten den Verkehrswert des Grundstücks höher einschätze.

Zweiter Bürgermeister Dr.Jürgen Hüther hob dabei nochmals hervor, dass die Gemeinde nach Haushaltsrecht Immobilien nicht zu überhöhten Preisen erwerben dürfe und es nach Auskunft des Landratsamts keine Rolle spiele, ob ein Teil der Ausgaben durch Spenden erbrachn werden könnte. Für die SPD zähle die amtliche Verkehrswertfeststellung des öffentlichen bestellten Gutachterausschusses im Landratsamt.

Eben diese Verkehrswertfeststllung erhielt Bürgermeister Marin Schaber gestern Nachmittag vom Landratsamt und so liegen für die Sitzung heute Abend mit dem einzigen Thema Kindergarten alle notwendigen Gutachten vor. "Es ist in den letzten Tagen massiv Bewegung in die Sache gekommen", so Schaber gestern auf Nachfrage. Und nach den wochenlangen, zum Teil heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Gruppierungen im Rotter Gemeinderat sagt der Bürgermeister jetzt, "es sieht ganz gut aus", denn auch der Verkäufer bewege sich nochmals, "ein Verdienst von Franz Ametsbichler", so Schaber ausdrücklich.

Es könnte heute ganz schnell gehen mit einem Beschluss. Denn einstimmig hatte der Gemeinderat vor zwei Jahren eine Obergrenze von 400.000 Euro für den Grunderwerb beschlossen. Und nun hofft der Bürgermeister, dass der Gemeinderat mehrheitlich diesem alten Beschluss zustimmt.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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