Forsting

Ein "Bierzwerg", auf den man stolz sein kann

Die Forstinger Brauerei gehört nun zu den "Bierzwergen". Damit hat sie eine bundesweite Auszeichnung zum Erhalt der Biervielfalt bekommen.

Die Initiatoren dieser Auszeichnung sind die Kölner Kay Schmädicke und Stephan Braun, die seit ihrer Kindheit Bieretiketten sammeln. 200000 haben sie mittlerweile zusammengetragen. Dafür fahren sie seit vielen Jahren in ihrem Urlaub zu Brauereien und oft kommt es vor, dass es die Brauerei dann nicht mehr gibt. Meist finde sich für den kleinen Betrieb, häufig ein Familienunternehmen, kein Nachfolger oder die größere Konkurrenz sei zu übermächtig, erklären die beiden Bierliebhaber jetzt bei ihrem Besuch in Forsting.

Wenigen großen Brauereien, deren Biere immer ähnlicher schmeckten und teilweise noch nicht einmal in Deutschland gebraut seien, stünden noch 1200 kleine Familienbrauereien mit 5000 Biersorten gegenüber. Gerade bei diesen kleineren Brauereien sei man immer nett mit Etiketten bedient und versorgt worden, dazu hebe sich deren Bier wohltuend vom Geschmackseinerlei ab. "Bei den großen Betrieben ist beim Pförtner Schluss, da gibt es kein persönliches Gespräch mehr, mit Liebe arbeitet da keiner mehr", bedauert Stephan Braun. Um etwas für deren Erhalt der damit verbundenen Bierkultur zu tun und auch um "für die vielen Etiketten etwas zurückzugeben", so Kay Schmädicke, hole man solche Biersorten in den eigenen Getränkemarkt nach Köln und hebe diese Biere besonders hervor.

Biersorten sogar im Abo

Es gibt sogar ein Bier-Abo, Kunden erhalten jeden Monat ein neues, interessantes Bier. Die Biere entdecken beide auf regelmäßigen Rundreisen durch die Republik. Gefällt und schmeckt ihnen etwas besonders gut und alles rundherum stimmt, wie in der Forstinger Brauerei, verleihen die Kölner den "Bierzwerg des Monats", diesmal den 17. In Forsting sei man stets freundlich empfangen worden, mit dem neuen Wasserburger Pils habe die Brauerei wieder eine Tradition aufleben lassen und hier werde investiert.

"Gerne bekennen wir uns zum Titel Bierzwerg", freute sich Brauerei-Geschäftsführer Georg Lettl bei der Überreichung der Auszeichnung: Man sei mit 10 000 Hektoliter Jahresausstoß zwar klein, "aber nicht unbedeutend". Bewusst braue man ein Bier mit eigenem Geschmack, "das nicht für jeden sein kann." kg

Quelle: rosenheim24.de

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