Stadtwerke Wasserburg: 685.000 Euro besser

Wasserburg - Die Stadtwerke Wasserburg haben 2009 nicht nur das gesetzte Ziel erreicht, eine schwarze Null zu schreiben, sondern sogar einen kräftigen Jahresgewinn erwirtschaftet.

244.852 Euro Plus: Damit hatte der Stadtrat nicht gerechnet. Die Bilanzsumme fiel gegenüber 2008, als sie 12,8 Millionen Euro umfasst hatte, um 700.000 Euro höher aus. Das Jahresergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung wies 2008 noch einen relativ hohen Verlust in Höhe von 400.000 Euro auf. 2009 gab es nun einen deutlichen Gewinn.

Eine detaillierte Analyse der Gründe kündigte Werksleiter Kurt Fritsch für die nächste Sitzung des Werkausschusses an.

Deutlich niedrigere Ausgaben

Fest steht jedoch schon: Die Stadtwerke wirtschafteten sparsam - etwa beim Materialaufwand, für den 600.000 Euro weniger als veranschlagt benötigt wurden. Auch beim Personalaufwand lag der Jahresabschluss 84.000 Euro unter den Planzahlen. Für nicht benötigte Kredite mussten außerdem keine Zinsen bezahlt werden, was zu Einsparungen in Höhe von 179.000 Euro führte, erläuterte Fritsch.

Der erwirtschaftete Gewinn erstaunt besonders angesichts der Tatsache, dass im Wirtschaftsplan für 2009 von einem Jahresverlust in Höhe von 439.800 Euro ausgegangen worden war. Der Abschluss fiel also rund 685.000 Euro besser aus als angenommen. Stadtrat Helmut Schedel (SPD) als Werkreferent warnte jedoch vor Euphorie: "Wir sollten froh sein, uns jedoch nicht blenden lassen. Die Marktbedingungen können sich schnell wieder ändern. Grundsätzlich steht jedoch fest: Die Stadtwerke haben ihren Laden sehr gut im Griff."

Positive Prognose für 2010 und 2011

Fritsch wagte auf Anfrage von Adil Oyan (Bündnis 90/Die Grünen) eine vorsichtige Prognose für 2010 und 2011. Auch im aktuellen und nächsten Jahr gehen die Stadtwerke mindestens von ausgeglichenen Ergebnissen aus. Das liegt nach Informationen von Bürgermeister Michael Kölbl auch an der Tatsache, dass die Stadt jährliche Gewinnausschüttungen aus der kürzlich erworbenen Beteiligung an den Innkraftwerken erwartet.

Zu hundert Prozent ist 2011 außerdem schon der Strom eingekauft, berichtete Fritsch. Am Strombezugspreis wird sich also nichts ändern, was sich stabilisierend auswirkt. Dass es trotzdem zu Preiserhöhungen kommen wird, sei jedoch aufgrund der Umlage für die erneuerbaren Energien, die demnächst neu festgelegt wird, keinesfalls auszuschließen, bedauerte der Werkleiter.

duc/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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