Bischöfin-Urteil hilft Isener Rentner

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Margot Käßmann wurde betrunken am Steuer erwischt.

Isen - Mit dem Argument, dass "eine evangelische Bischöfin" bei der Führerscheinsperre nur zur Mindeststrafe verurteilt wurde, erreichte auch ein Rentner einen Nachlass für seine Trunkenheitsfahrt.

Im Dezember 2009 hatte der 60-Jährige Sperrmüll mit seinem Pkw zur Mülldeponie gefahren. Auf der Heimfahrt kehrte er ein. Nach dem Genuss von fünf Bieren wollte er sein Auto woanders abstellen. Doch auf der Fahrt zum 250 Meter entfernten Platz erwischte ihn die Polizeit. Die Blutprobe ergab 1,15 Promille. Der Senior erhielt einen Strafbefehl über 45 Tagessätze und eine Führerscheinsperre von zehn Monaten. "Die Strafe liegt im Rahmen des üblichen", erklärte Richter Wilfried Semmer. Anders sah es der Verteidiger des Iseners. Sein Mandant habe keine Alkoholproblematik, dennoch schon freiwillig ein Seminar des TÜV zum Thema Alkohol im Straßenverkehr belegt. Zudem sei völlig unverständlich "warum eine evangelische Bischöfin mit sechs Monaten Mindeststrafe davonkomme, ansonsten aber nach Standardwerten geurteilt werde".

Richter Wilfried Semmer verurteilte den Rentner schließlich zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen je 40 Euro und verfügte eine Führerscheinsperre von insgesamt acht Monaten.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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