Schweizer Tipps für den Brenner-Zulauf

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Oberaudorf – Der Zulauf zum geplanten Brenner-Tunnel beschäftigt das Inntal. Beim Diskussionsabend der SPD-Bundestagsfraktion in Oberaudorf brachte ein Experte Ratschläge aus der Schweiz.

Die SPD-Bundestagsfraktion, vertreten durch die Bundestagsabgeordneten Angelika Graf und Ewald Schurer, lud am Dienstag zur „Inntalkonferenz“ in den dicht besetzten Saal des Gasthofs Kaiserblick in Oberaudorf. Viele interessierte Bürger und Gemeindepolitiker aus der Region, darunter die Bürgermeister aus Flintsbach, Kiefersfelden und Raubling, besuchten den Diskussionsabend. Über die Schweizer Erfahrungen mit dem Großprojekt des Gotthard-Basistunnel berichtete Alex Regli von der AlpTransit Gotthard AG.

Im rosenheim24-Interview erfahren Sie, was der Schweizer den „Tunnel-Betroffenen“ in Bayern rät:

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Regli riet den Inntaler Gemeinden auch in der Planung aktiv zu werden. Man solle sich überlegen „mit was man leben kann“ und dann mit konkreten Vorschlägen zum Beispiel zum Streckenverlauf an die Planer von Bund und Bahn herantreten. Durch die frühe Vernetzung von Planern, Behörden, Politikern und Gemeinden seien in der Schweiz gute Erfahrungen gesammelt worden. So seien auch sinnvolle Kompromisse erreicht worden: „Wir haben jetzt den Spatz in der Hand“, sagte Regli in Bezug auf den Gotthard-Tunnel. Mehr Beteiligung der Bürger wünscht sich die SPD-Abgeordnete Angelika Graf. Die Beteiligung der Bürger sollte eine fixe Rolle in jedem Planungsdialog spielen. Graf forderte  „Information und Transparenz“ bei den Planungen zum Brenner-Zulauf.

„Eine Lärmschutzwand ist nicht rot oder schwarz“

Alex Regli von der AlpTransit Gotthard AG und die SPD-Gastgeber Angelika Graf, MdB, Kreisrätin Alexandra Burgmaier und Ewald Schurer, MdB

Bundes- und Regionalpolitiker legten Wert auf die Überparteilichkeit, wenn es um die Interessen des Inntals geht. Die (wahrscheinlichen) Anrainer betonten ihre Sorgen über Streckenverlauf und Lärmbelastung. Für eine „Tunnel-Lösung“ wollen die Bürgermeister der Region kämpfen. Ein Vertreter der Bahn war bei der Diskussionsveranstaltung nicht dabei, die DB müsse auf die vor kurzem verschobene, offizielle Vereinbarung zwischen Österreich und Deutschland warten, berichtete Ewald Schurer.

Mehr dazu lesen Sie morgen im Oberbayerischen Volksblatt.

red/cs

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © cs/AlpTransit Gotthard AG

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