Brucktor endlich eingeweiht

Wasserburg - "Was machen wir mit dem Brucktor?" Diese Fragen stellten sich die Stadträte über Jahrzehnte. Am Donnerstag gab es nur eine Antwort: Einweihen!

Familie Proksch zog 1992 aus. Damit stand ein Großteil des Brucktor-Ensembles leer und der Stadtrat vor der Frage "Was tun?". Wohnungen, Stadtarchiv, ein Museum beziehungsweise Ausstellungsräume waren im Laufe der Jahre im Gespräch.

Im Mai 2006 unternahm der Stadtrat mit den Architekten von "Plankreis" einen Spaziergang durch das seit Jahrzehnten leerstehende Gebäude. Es kam zur Diskussion über einen Dachgarten, ein Atrium im obersten Stock und eine Galeriewohnung. Einen Monat später war den Architekten die Quadratur des Kreises gelungen. Es wurde eine Dachterrasse in einem ehemaligen Lichthof zwischen den beiden Gebäuden geplant. Alle Wünsche der Stadträte waren erfüllt und die Baukosten bleiben unter vier Millionen Euro.

Im April 2007 ging es los, die Baustelle für die laut Wasserburger Zeitung "mit 4,5 Millionen Euro größte Baumaßnahme der Stadt für die nächsten Jahre" wurde eingerichtet. Das Pensionat II wurde entkernt, im Ferstlhaus wurden die Zwischendecken vom Bauschutt befreit. Und das alles von Hand. Von Hand wurde auch der Schutt hinunter zum Zirnweg gebracht, anders ging es nicht.

Eindrücke vom Brucktor und den Bauarbeiten

Das Wasserburger Brucktor

Im Oktober 2007 wurde der erste Bauabschnitt beendet. Alle unnötigen beziehungsweise instabilen Decken und Wände waren weg. Sanierungskosten für das Ferstlhaus: 2,4 Millionen, für das Pensionat II 2,2 Millionen und für die Fassade 265.000 Euro.

Im Sommer 2008 ging der Architekt von einem Abschluss 2009 aus. Doch das Gebäude machte nicht mit: Es gab heftige Schäden und neue Funde an der Fassade. Das Gerüst stand ein Dreivierteljahr, es kam zu Verzögerungen im Ferstlhaus. Daher machte die Stadt die 15 Mietverträge für die begehrten Wohnungen und Ateliers sicherheitshalber erst ab 1. April 2010.

Am Donnerstag war schließlich der Festakt zur Einweihung und ab 16 Uhr "Tag der offenen Tür". 

Mehr dazu lesen Sie morgen im Wasserburger Anzeiger

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Stadtarchiv Wasserburg

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