Chance Tourismus wahrnehmen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Tagestourismus ist traditionell der Schwerpunkt in der Region Wasserburg. Der Wildpark Oberreith ist hier seit ein paar Jahren Zugpferd und für die Gemeinde Unterreit ein wichtiger Tourismusfaktor.

Wasserburg - Die Gemeinden der Region Wasserburg setzen für die Zukunft auch auf den Tourismus. Alle außer Babensham sind nun Mitglied im "Fremdenverkehrsverband Wasserburger Kreis".

Bis Ende des Jahres soll ein touristisches Konzept für die Region vorliegen.

Die Tourismus-Struktur ist derzeit im Umbruch: Mit der Gründung des neuen Verbandes "Chiemsee-Alpenland" sollen alle Gemeinden im Landkreis Rosenheim und später auch Traunstein professionell betreut und touristisch weiterentwickelt werden. Daran wollen sich auch die Gemeinden aus dem Raum Wasserburg beteiligen. "Wir sehen darin die Chance, von einer hauptamtlichen Organisation zu profitieren, und empfehlen unseren Mitgliedern den Beitritt zu dem neuen Verband", so Michael Kölbl, Wasserburger Bürgermeister und Vorsitzender des Fremdenverkehrsverbandes Wasserburger Kreis.

Der wurde vor einem Jahr wiederbelebt, und er will bis auf Weiteres auch weiterarbeiten, denn: "Im Vergleich zu anderen Bereichen des Landkreises sind wir touristisch schwach entwickelt. Wir versprechen uns daher mehr, wenn wir uns in den neuen Verband gleich mit eigenen Vorstellungen einbringen können", so Kölbl.

Diese Vorstellungen werden derzeit unter Moderation von Tourismus-Fachmann Dr. Ulrich Pietrusky in einem Arbeitskreis entwickelt, der schon sechsmal intensiv gearbeitet hat. Die Vertreter der Mitgliedsgemeinden haben dabei die Situation diskutiert, die von Pietrusky ermittelt worden war. überraschende Ergebnisse waren unter anderem, dass die übernachtungszahlen in den letzten 25 Jahren nicht unerheblich gestiegen sind - die Einschätzung der Gemeindevertreter ging in die gegenteilige Richtung. Auch dass die Ausstattung der Quartiere im Vergleich so schlecht nicht ist, wurde mit überraschung zur Kenntnis genommen. Andererseits gibt es aber auch erhebliche Defizite, etwa bei der Klassifizierung der Unterkünfte oder bei der Außendarstellung. Das hatte der Tourismus-Fachmann schon beim Auftakt für die "Leitbild-Entwicklung" im Januar festgestellt. Bis Ende des Jahres soll dieses vorliegen.

Für Michael Kölbl ist klar, dass es im Fremdenverkehr in der Region Wasserburg deutlichen Nachholbedarf gibt, "in der einen Kommune mehr, in der anderen weniger." Während Wasserburg oder Amerang bereits ein "Standbein Tourismus" und die entsprechende Grundorganisation hätten, sei dies für andere Gemeinden völliges Neuland - dies sei auch der Grund, warum Babensham als einzige Kommune nicht Mitglied werden wollte. Man habe faktisch keinen Tourismus, hieß es dort.

Das hätte Unterreit möglicherweise bis vor kurzem auch von sich gesagt, doch mit dem Wildpark Oberreith änderte sich schlagartig die Situation. Und so wurde die Gemeinde Anfang des Jahres neues Mitglied im Fremdenverkehrsverband Wasserburger Kreis, ebenso wie Ramerberg und Albaching.

Für die "Wasserburger" Gemeinden im westlichen Landkreis Mühldorf soll künftig eine Möglichkeit gesucht werden, in dem neuen Großverband Chiemsee-Alpenland mitzuarbeiten. Grundsätzlich sei man sich nämlich einig, dass der Tourismus eine Chance sei - und eine Zunkunftsaufgabe, so Michael Kölbl.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser