Dank Biss in den Apfel nach Rom

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Eine Szene aus dem erfolgreichen Videoclip.

Gars - Da messen zwei Schüler ihre Kräfte beim Armdrücken und der deutlich schmächtigere beißt dabei in einen Apfel. Der bringt ihm den Sieg und die Bewunderung all der Mädchen, die zuschauen.

45 Sekunden dauert diese Szene eines Videoclips, den Schüler des Garser Gymnasiums, beraten von ihrem Kunstlehrer Martin Kern, erstellt hatten und mit dem sie es in die Finalausscheidung des Video-Wettbewerbs "Food4U" schafften. Und da das Finale in Venedig und Rom stattfand, waren die Garser Gymnasiasten auf Einladung des italienischen Landwirtschaftsministeriums eine Woche in Italien.

Der Wettbewerb war zum fünften Mal europaweit für Schüler ausgeschrieben worden. Aufgabe war ein Videoclip zu Fastfood und gesunder Ernährung mit Witz und Geist, sodass andere Jugendliche von der Notwendigkeit gesunder Ernährung überzeugt werden. 400 Einsendungen aus ganz Europa gab es für diesen Wettbewerb, 38 waren für das Finale nominiert, darunter der Garser Beitrag.

Der erste Teil des Finales fand drei Tage lang in der Nähe von Venedig statt. Tagsüber war ein abwechslungsreiches Programm organisiert, abends sahen die Finalteilnehmer die Schülerfilme aus insgesamt 16 europäischen Ländern auf einem Großbildschirm vorgeführt. Auch die Schüler stimmten über die Qualität der Filme ab, denn einer der acht Preise wurde direkt durch das Votum der Finalteilnehmer ermittelt.

Und zum Abschluss des Wettbewerbs fuhren alle Teilnehmer für einen Tag nach Rom. Nach dem Besuch im Kolosseum und einer Stadtrundfahrt fand abends die Abschlussveranstaltung in prächtigem Ambiente statt, in einem Internet-Lifestream weltweit übertragen. Den Hauptpreis überreichte der italienische Landwirtschaftsminister schließlich den Gewinnern aus Portugal.

Da allein schon die Finalteilnahme im ersten Anlauf für die Garser Schüler ein großer Erfolg gewesen war, konnten sie es gut verschmerzen, dass ihr Beitrag letztlich keinen der Hauptpreise davontrug. Für ihren Clip sprach die witzige Idee, aber schon recht bald zeigte sich, dass in anderen europäischen Ländern die neuen Medien einen höheren Stellenwert im Unterricht einnehmen als in Bayern und deshalb viele Beiträge auf einem quasi professionellen Niveau produziert worden waren. Zudem war es für viele der Konkurrenten nicht das erste Finale bei "Food4U", so dass sie einiges mehr an Erfahrung aufzuweisen hatten.

Die Garser Gruppe erlebte ein interessante Woche, denn neben dem cineastischen Anlass gab es genügend Möglichkeiten, Schüler aus anderen Gegenden Europas kennenzulernen und mehr über diese Länder zu erfahren.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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