Meist fehlt Nachwuchs

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Von "mindestens 30 entdeckten Schadstellen am Boden der Badria-Halle" berichtete Zweiter Vorsitzender Alfred Schuhbeck.

Wasserburg - Wenig erfreuliche Themen bestimmten die Tagesordnung bei der Delegiertenversammlung des TSV 1880 Wasserburg: deutlicher Mitgliederschwund und massive Trainingseinschränkungen!

Deutlicher Mitgliederschwund und massive Trainingseinschränkungen wegen vorübergehend wegfallender Sporthallen, bei der Delegiertenversammlung des TSV 1880 Wasserburg bestimmten wenig erfreuliche Themen die Tagesordnung. Auch das Ausbleiben von Nachwuchssportlern macht den meisten Abteilungen derzeit zu schaffen.

"Die schlechte Nachricht" überbrachte TSV-Vorsitzender Helmut Pscherer den Delegierten aus elf Abteilungen gleich zu Beginn ihrer Hauptversammlung: "Unser Mitgliederstand ist im vergangenen Jahr erstmals seit langem wieder unter die Marke von 2000 gefallen." Dies sei nicht nur eine generell bedauernswerte Entwicklung, sondern wirke sich auch negativ auf die zu erwartenden Zuschüsse aus. "Wir müssen uns daher dringend überlegen, wie wir neue Mitglieder werben."

Von "mindestens 30 entdeckten Schadstellen am Boden der Badria-Halle" berichtete Zweiter Vorsitzender Alfred Schuhbeck. Nach dreieinhalb Jahrzehnten intensiver Nutzung sei dies nicht verwunderlich und ein neuer, moderner Parkettboden zwingend erforderlich. Er hoffe, dass die Renovierungsarbeiten bis Herbst abgeschlossen werden könnten. Sonst müsse man im Verlauf der kommenden beiden Jahre wegen dem langwierigen Neubau für die dann abgerissene Turnhalle an der Mittelschule sowie der für Dachreparaturen geschlossenen Schwimmhalle im Badria möglicherweise mit dem Schlimmsten rechnen. "Dann würden uns drei Sportstätten zum Trainieren gleichzeitig wegfallen", prognostizierte Schuhbeck.

Bezüglich einer baldigen Reparatur des Bodens in der Badria-Halle zeigte sich Zweite Bürgermeisterin, Marlene Hof-Hippke, vorsichtig optimistisch. Nach Problemen wegen fehlender Zertifizierungen bei einigen angefragten Herstellern läge der Stadt Wasserburg nun seit kurzem die erforderliche Anzahl von drei verwendbaren Ausschreibungen vor.

Werner Gartner, Sportreferent im Stadtrat, sprach von den anstehenden "sportlichen Problemjahren 2013 und 2014" durch die eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten für viele TSV-Abteilungen. "Aber dafür werden eben massive Verbesserungen vorgenommen, die euch dann im Anschluss zugute kommen."

Der Abriss der alten Turnhalle an der Mittelschule verzögert sich nach derzeitigem Stand noch bis Juli, so dass sich auch die kalkulierte Fertigstellung der neuen Zweifach-Turnhalle mit einer Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren verschiebt.

Über akuten Nachwuchsmangel in ihren Abteilungen berichteten unter anderem Jürgen Kölbl für Volleyball, Alfred Schuhbeck für die Leichtathletik sowie die scheidende Tennisleiterin Margot Schraitter.

Spezielle Maßnahmen zur Mitgliederwerbung im Jugendbereich ergreifen die Basketballer oder die Taekwondo-Abteilung mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Besuchen im Sportunterricht der örtlichen Schulen. Stefan Seitz zog für die Radsport- und Triathlon-Sparte eine zufriedene Bilanz: "Unsere im vergangenen Jahr gegründete Jugendgruppe hat uns bereits einige Neueinsteiger beschert." Besonders stolz sei man auf die für 2013 erstmals geplante Teilnahme einer Wasserburger Damen-Staffel am bekannten Triathlon im fränkischen Roth.

Nadine Voggenauer wies auf die beachtliche Zahl von mehr als 40 Auftritten der Stadtgarde in der abgelaufenen Saison hin. Und Ulrike Zehentmair betonte die Wichtigkeit eines abwechslungsreichen Angebots an Kursen und Ausflügen, mit der man in der Schneesport-Abteilung versuche, Kinder und Jugendliche dauerhaft an den Verein zu binden.

Helmut Samer, der dem Breitensport vorsteht, warb für die verstärkte Teilnahme an den derzeit in Überarbeitung befindlichen Sportabzeichen. Seine Abteilung ist mit mehr als 500 Mitgliedern auch weiterhin die größte innerhalb des TSV Wasserburg.

Die Fußballer freuten sich im vergangenen Jahr erneut über große Beliebtheit: "Wir sind weiterhin in der glücklichen Lage, dass unser Sport gerade für Kinder sehr attraktiv ist", erklärte Florian Pfaffenzeller.

Über finanzielle Probleme in der Basketball-Abteilung referierte Gaby Brei. Neben der seit Jahren erfolgreichen Bundesliga-Damenmannschaft müssten beispielsweise auch Trainer und Auswärtsfahrten der unverzichtbaren Nachwuchsmannschaften finanziert werden. "Nach Gesprächen mit unserem Hauptsponsor sind wir aber jetzt vorerst wieder abgesichert." Auch im Basketballbereich mache sich der vergleichsweise kleine Einzugsbereich der Stadt Wasserburg längst erkennbar: "Talente in der Region sind rar gesät und andere Sportarten stehen mit neuen Damenmannschaften in Konkurrenz zu uns und der Nachwuchssuche."

Die Delegierten wählten im Rahmen ihrer Versammlung auch einen neuen Finanzverwalter für den Verein. Edmund Schmidt folgt nach einstimmigem Votum auf Mathias Obermaier, der sein Amt nach drei Jahren aus beruflichen Gründen niederlegte.

reg/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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