34 Diplome aus Wasserburg

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Katrin Hammerl (Mitte) war die Beste der Zentren Bayern Familie und Soziales, links der neue Fachbereichsleiter Rainer Schmid.

Wasserburg - 34 Wasserburger Absolventen werden künftig in der bayerischen Renten- und Sozialverwaltung ihr Wissen einbringen. Sie wurden jetzt mit dem Diplom verabschiedet.

Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Wasserburg bildet für die Deutsche Rentenversicherung (DRV) und das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) aus. Als Beste wurden bei der Abschlussfeier Barbara Schreglmann (1,29) vom ZBFS Oberfranken und Katrin Hammerl (1,81) von der DRV Süd besonders geehrt.

Zum ersten Mal wurde die Veranstaltung von Rainer Schmid eröffnet, erst seit vier Wochen neuer Fachbereichsleiter. Sein Vorgänger Heribert Huber habe die Absolventen in den vergangenen drei Jahren begleitet und den Weg für den erfolgreichen Abschluss aller Studenten geebnet. Ihr Fachwissen sollten sie selbstbewusst zum Wohle der Menschen und zum Erhalt des Qualitätsstandards der öffentlichen Verwaltung anwenden, wünschte er sich.

Wasserburg sei stolz auf diese Bildungseinrichtung, so die stellvertretende Bürgermeisterin Marlene Hof-Hippke, und habe die Anwesenheit der Absolventen sehr geschätzt.

Thomas Gänsbauer, Hochschullehrer des Fachbereiches Finanzwesen der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern und zugleich jahrelanger nebenamtlicher Dozent am Fachbereich in Wasserburg, setzte sich in seiner Festrede kritisch mit den Arbeitsbedingungen und der allgemeinen Finanzkrise auseinander. Bei den Absolventen handle es sich um einen besonderen Jahrgang, der sehr gut abgeschnitten habe und das, obwohl nur die Hälfte des Unterrichts stattgefunden habe. "Scheinbar haben wir sie halb so viel verwirren können", folgerte der Dozent augenzwinkernd.

Nicht glücklich war er über die neue Dienstrechtsreform, die mit dafür verantwortlich sei, dass es nun "Qualifikation in der dritten Ebene heiße" und nicht mehr "gehobener Dienst". Diese neue Bezeichnung sei nicht sehr aussagekräftig und der Berufsidentifikation auch nicht förderlich. Zudem sei das Einstiegsgehalt nach A8 abgesenkt worden. Spätestens 2015 werde man da gegensteuern müssen, da zu diesem Zeitpunkt erste Nachwuchsprobleme zu erwarten seien. Nur da, wo Druck entstehe, änderten sich auch Arbeitsbedingungen.

Die Leiterin des Bildungszentrums Sozialverwaltung, Brigitte Killburger, hielt es in ihren Grußworten mit Henry Ford: "Zusammenkunft ist ein Anfang, Zusammenhalt ist ein Fortschritt, Zusammenarbeit ist ein Erfolg" .

Humorvoll blickte Diplomand Jan Paeplow auf die drei Studienjahre und hob dabei unter anderem die Europareise hervor, bei der man im "Japaner-Stil" in sechs Tagen fünf Länder bereist und dabei 3000 Fotos gemacht habe. Dabei habe man die Kunst der bayerischen Diplomatie auf dem politischen Parkett kennengelernt. Aber auch bei den Prüfungen habe man sich rangehalten: Acht Klausuren in acht Tagen zu je fünf Stunden.

Das dreijährige Studium findet im Wechsel an der Fachhochschule in Wasserburg und in der Praxis bei einem der drei Träger der Deutschen Rentenversicherung in Bayern oder einem der sieben für die jeweiligen Regionen Bayerns zuständigen Zentren Bayern Familie und Soziales statt.

ca/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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