Diskussionen über Ortsentwicklung

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Neu besprochen werden muss der Flächennutzungplanentwurf für Kirchdorf. Die Räte waren sich nicht einig: Gibt's zukünftig eine Erweiterung im Nordwesten (gelb mit Kreuz) oder nicht?

Kirchdorf - Eine Zersiedelung des Ortes wollen die Gemeinderäte nicht. Ansonsten sind sie sich über die weitere Entwicklung Kirchdorfs aber noch nicht ganz einig.

Den neuen Vorplan zum Flächennutzungsplan legte Bürgermeister Hans Haslberger in der letzten Gemeinderatssitzung den Räten vor. Mitte August arbeitete er mit den betroffenen Behörden diesen Entwurf aus. Nun konnten sich die Räte damit eingehend befassen. Das Credo dieser Bearbeitung ist eindeutig: keine Zersiedelung. Schwerpunkt der Bebauung soll Kirchdorf selbst sein. Und dabei waren sich die Räte noch nicht einig. Aus der Diskussion ergab sich eine kleine und eine größere Lösung. Die kleinere Lösung umfasst die schon geplante Veränderung im Süden, die größere jedoch wäre dazu noch eine Erweiterung im Nordwesten, entlang der Hacklthaler Straße. Mit 6:6 Stimmen ruht nun dieser Entwurf, er soll neu besprochen werden.

Für den Ortsteil Bach war die Entscheidung leichter: die Fläche für öffentlichen Bedarf soll größer werden (Bauhof) und die Bebauungslinie soll nach Norden hin schmaler werden, so der Rat einstimmig. Mit 9:3 Stimmen entschieden die Räte, dass der Ortsteil Berg so bleibt wie er ist. Der Ortsteil Hof kommt in die Außenbereichssatzung, nach Osten hin hat nun je eine Parzelle noch Platz. Dieser Vorschlag wurde mit 11:1 Stimmen angenommen. Im Ortsteil Moosham beschlossen die Räte eine zusätzliche Bebauung im Norden einstimmig. Der Ortsteil Diezmanning bleibt im Außenbereich, wird über die zwei Baulücken hinaus nicht erweitert. Dieser Vorschlag wurde 9:3 angenommen. Fürholzen und Leimgruben sind noch nicht bearbeitet und werden später besprochen. Der Förderbescheid für das neue Feuerwehrauto der Berger Feuerwehr liegt nun auf dem Tisch. Die Ausschreibung wurde vom Rat einstimmig genehmigt, nun werden drei entsprechende Herstellerfirmen angeschrieben.

Eine neue Gasrundleitung ist im Gebiet Esbaum (Firma Schletter) notwendig. Sie liegt teilweise im Gebiet der Windener Straße, so stimmte der Gemeinderat darüber ab. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Das Einvernehmen wurde für den Bauantrag Irmgard Schneider und Gordan Dadic, Holzhäusl, für den Neubau eines Einfamilienhauses einstimmig erteilt, ebenso für den Bauantrag Hubert Sailer, Kirchdorf, zur Errichtung einer Doppelgarage mit Lagerraum.

gmr/Mühldorfer Anzeiger 

Quelle: rosenheim24.de

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