Geballte Blasmusikfreude mit über 80 Musikern

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Alfred Wimmer überreichte das Musikerleistungsabzeichen an Georg Hegele (silber), Andreas und Thomas Stettwieser, Ludwig Hingerl und Andreas Hundseder (alle Bronze) mit dem Vorsitzenden des Musikvereins Ludwig Mörner.

Pittenhart - Beim Doppelkonzert der Blaskapelle Obing mit den Wildenwarter Musikanten erlebten die begeisterten Zuschauer zweieinhalb Stunden geballte Blasmusikfreude querbeet und vom Feinsten.

Das Repertoire reichte von Polka, Walzer und Marsch bis hin zu Klassikern aus Pop, Swing und Filmmusik. Um eine geeignet große Bühne für über 80 Musikanten zu finden, lud sich der Musikverein Obing kurzerhand in die Pittenharter Mehrzweckhalle ein und wurde dort gut aufgenommen. Die Pittenharter hätten hier gerne ausgeholfen, betonte Bürgermeister Hans Spiel, der voll des Lobes über den gelungenen musikalischen Abend war.

Zudem bot der musikalische Reigen einen passenden Rahmen für die Ehrung von fünf Nachwuchsmusikern, die mit gutem Erfolg das Musikerleistungsabzeichen abgelegt hatten. Alfred Wimmer vom Chiem-Ruperti-Musikbezirk überreichte die Urkunden an Georg Hegele (Silber) sowie Andreas und Thomas Stettwieser, Ludwig Hingerl und Andreas Hundseder (alle Bronze). Zusammen mit ihren Kollegen der Jugendblaskapelle Obing unter der Leitung von Korbinian Stettwieser spielten sie frisch und flott zum Auftakt auf. Mit "Im weißen Rössl am Wolfgangsee", einer Disco-Samba, einem Benny Goodman-Klassiker und dem Deutschmeister Regimentsmarsch gaben die Nachwuchsmusiker eine Kostprobe ihres Könnens und machten Lust auf mehr.

Hier kamen die Gäste aus Wildenwart ins Spiel. Die Blasmusikkapelle aus dem Gebiet zwischen Frasdorf und Prien wurde 1955 von Albert Pfaffenzeller senior gegründet und kam, laut Dirigent Wolfgang Kink, nach Pittenhart, um "lockere, lässige Musi zu spuin". Es war dann jedoch weit mehr, was die 56 Musiker mit Polka, Marsch und Konzertwalzer in unglaubliche Klangfülle auf die Bühne zauberten. Bei der "Leichten Kavallerie" und einem Medley von Simon und Garfunkel animierten sie das Publikum zum Mitwippen, Mitklatschen und Mitsummen.

Die Gastgeber unter der Leitung von Frank Schöftenhuber vollzogen mit dem Präludium aus Hänsel und Gretel einen bewussten Stilwechsel. Mit schwierigen Arrangements, teilweise Kunststufe, begannen die rund 30 Musiker ihr Programm eher ruhig, ehe sie mit "Zwei Mexikanern in Böhmen" und Latino-Rhythmen so richtig Fahrt aufnahmen, die Bühne zur Showbühne machten und mit "Swinging Offenbach" und dem "Soul Bossanova" feinen Bigband-Sound" erklingen ließen. Um die Eindrücke zu verstärken wurden die Filmmelodie- Klassiker zu "Indiana Jones", "Spiel mir das Lied vom Tod", bis hin zu "Dschungelbuch" und "Jurassic Park" mit den passenden Filmschnipseln unterlegt. So sah das Publikum mit einem tiefen Seufzer den König der Apachen mit wehendem Haar durchs Bild reiten, erlebte Westernhelden und Kampfszenen aus dem Krieg der Sterne, schmunzelte mit Wald Disneys Elefantenparade um Colonel Hati und amüsierte sich mit dem Krieger, der eben noch mit seinem Laserschwert auf der Leinwand, plötzlich auf der Bühne, kämpfte.

Höhepunkt des Abends war dann das harmonische Gemeinschaftsspiel der beiden Musikkapellen. 87 Blasmusiker rissen ihr Publikum mit Klassikern wie "Laridah" und dem "Bozener Bergsteigermarsch" vom Hocker und ernteten dafür viel Schlussapplaus und stehende Ovationen.

ca/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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