Sponsoren finanzieren der Feuerwehr Reitmehring neue Wärmebildkamera

Durchblick auch im Rauch behalten

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"So geht das": Kommandant Josef Ramm (Mitte) und Vorsitzender Walter Blüml (rechts) erklären der Zweiten Bürgermeisterin Marlene Hof-Hippke und Ernst Zirk von der Allianz (Zweiter von rechts) sowie Dr.Theo Danzl vom Inn-Salzsach-Klinikum (links) die Funktion der neuen Wärmebildkamera.

Reitmehring - Die "Integrierte Leitstelle" der Feuerwehr, die vor etwa sechs Wochen in Betrieb ging, hat nicht nur bei der Einsatzplanung einiges geändert, sie macht sich auch bei der Ausrüstung der Feuerwehren bemerkbar.

So ist beispielsweise in vielen Fällen der Einsatz von zwei Wärmebildkameras vorgeschrieben. Die gibt es aber vor allem bei den großen Stützpunktwehren in Wasserburg, Rosenheim oder Ebersberg. "Zu weit weg, wenn im Inn-Salzach-Klinikum, in der Stiftung Attl oder bei Meggle Alarm ist", befanden die Verantwortlichen der Feuerwehr Attel-Reitmehring, in deren Zuständigkeitsbereich die drei Institutionen gehören.

Eine Wärmebildkamera der neuesten Generation kostet etwa 12000 Euro. Also machten die Attel-Reitmehringer Wehrler sich auf die Suche nach Sponsoren. Das Inn-Salzach-Klinikum war schnell dabei, denn "die Reimehringer sind unsere Feuerwehrler", so Klinikdirektor Dr. Theo Danzl. Sie würden glücklicherweise selten gebraucht, man sehe sich wegen der launischen Brandmeldeanlage aber recht häufig, fügte er schmunzelnd an. Und im Notfall wären auf dem Klinikgelände 2000 Menschen, die Hilfe bräuchten, da sei man schon froh über eine schlagkräftige Truppe.

So ähnlich sah das wohl auch die benachbarte Molkerei, denn auch von dort kam finanzielle Unterstützung. Und Kommandant Josef Ramm wandte sich an die Allianz - und stieß bei deren für Spenden und Sponsoring zuständigen Mitarbeiter der Allianz-Hauptverwaltung, Ernst Zirk, auf offene Ohren: "Die Feuerwehr ist für uns als Versicherer ein besonders wichtiger und verlässlicher Partner". Deswegen investiere man da auch gerne.

Und das gleich so großzügig, dass eine ganz wesentliche Zusatzausrüstung angeschafft werden konnte. Mittels Funkübertragung können Bilder direkt von der Kamera in das Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr übertragen werden - was für die Mäner, die mit Atemschutz im verrauchten Gebäude unterwegs sind, auf der Suche nach Vermissten oder Brandnestern mehr Sicherheit bedeute, so Zirk.

Rund drei Viertel der Kosten deckten die Spenden von Allianz, Meggle und Inn-Salzach-Klinikum ab, den Rest finanzierte der Feuerwehrverein, so dessen Vorsitzender Walter Blüml. Zum Beispiel mit dem Gartenfest am Himmelfahrtstag, wo die Kamera vorgestellt wurde. Nun gibt es im Wasserburger Stadtgebiet zwei Kameras, auf die Ebersberger oder Rosenheimer Feuerwehrkollegen muss im Notfall nicht mehr gewartet werden.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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