Blickfang im Staudhamer Feld 

Kunterbunt gefärbter Fiat in Edling - Dieser Mann steckt dahinter

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Jürgen Lang kam auf die Idee, etwas Außergewöhnliches mit dem alten Fiat anzustellen. 
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Edling - Ein ungewöhnliches Auto steht derzeit beim Fiat-Autohändler Müller im Staudhamer Feld zwischen Wasserburg und Edling. Was es damit auf sich hat, kann Jürgen Lang erklären. 

"Andere Leute spinnen auf ihre Art und Weise - ich experimentiere eben gerne mit Spraydosen", erzählt Jürgen Lang lachend. Angefangen habe alles mit dem Umlackieren des Aufsitzmähers - dem wurde ein in den bayerischen Landesfarben gehaltenen weiß-blauen Touch verliehen. Es folgte die Lackierung weiterer kleinerer Objekte mit der Spraydose. 

Doch das habe ihm nicht gereicht, ein größeres Modell musste her: "Das Ganze ist eine Spinnerei von mir. Seit 30 Jahren schon kann ich mir die Idee nicht aus dem Kopf schlagen, etwas außergewöhnliches mit einem Auto anzustellen, das die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zieht und sie zum lachen bringt." Der knallbunte kleine Fiat, eine wahre "Asphaltblase", käme nach Langs eigener Ansicht "recht gut hin". 

Vom Aufsitzmäher zur Garderobe - die ersten Proben aufs Exemple, bevor der Fiat an die Reihe kam. 

Die Idee dahinter: Von der Garderobe zum Auto

Eigentlich ist der 53-Jährige bei der Tankstelle Zeislmeier in Wasserburg und somit auch bei der Zulassungsstelle in Edling als Hausmeister tätig. Die Idee, etwas Verrücktes anzustellen sei ihm gekommen, als "die Mädels in der Zulassungsstelle" ihn gebeten hätten, ihnen eine neue Garderobe zu bauen. Er habe beim Bau "Narrenfreiheit" genossen. Das Ergebnis: eine lilafarbene hölzerne Garderbobe mit wilden Farbklecksen. 

Der Fiat in Arbeit - gut geschützt vor der Witterung unter einem von Jürgen Lang selbst konstruierten "Carport". 


Von da an stand fest: Jürgen Lang wollte endlich seine langjährige Idee in die Tat umsetzen einem Auto ebenfalls einen neuen Anstrich zu verpassen und erwarb kurzerhand über einen privaten Käufer für eine niedrige dreistellige Summe den fast 20 Jahre alten Fiat

Mit dem Erwerb setzte Lang die Idee, den ursprünglich dunkelblauen Wagen - an den Spiegeln ist die Originalfarbe noch erkennbar - "aufzupeppen" und ihn zum Blickfang zu machen, kurzerhand in die Tat um. Mit Spraydosen bewaffnet, ohne System und vielmehr "frei Schnauze" ging es ans Werk: Drei Wochen lang hat sich Lang schließlich mit unterschiedlichen Farben ans Werk gemacht. Das Schwierigste sei das Abkleben der Scheiben gewesen. Rund 100 Arbeitsstunden und 16 Farbschichten später erstrahlt der Wagen in neuem Glanz. An der Fahrerseite findet sich sogar eine Signatur des "Künstlers"

Damit nicht ihm und seiner Frau ein Lächeln über die Lippen kommt, wenn sie den neu lackierten Fiat sehen, hat dieser inzwischen beim Autohaus Müller im Staudhamer Feld kurz vor Edling einen Ehrenplatz direkt an der Straße bekommen. "Jeder, der den Wagen sieht muss lächeln und was gibt es schöneres als lächelnde Menschen?", betont Lang. 

Ein Blickfang: Der knallbunte Fiat, den Jürgen Lang in rund 100 Arbeitsstunden in seinem Garten eingefärbt hat. 

Wirklich fahrtüchtig aber sei das 55-PS-starke Modell aus dem Baujahr 2000 nicht mehr so recht - Lang zufolge würde es der Fiat wohl durch den TÜV fallen. "Da müsste einer schon sehr viel Herzblut reinstecken, wenn er den Wagen wieder einwandfrei zum Laufen bringen möchte", mutmaßt Lang. 

Und im Grunde sei das Auto ohnehin zu alt zum Verkaufen. "Wenn natürlich ein potentieller Interessent vor der Tür stehen würde und das bunte Ding dennoch gerne erwerben möchte, dann kann er ihn aber freilich auch gegen einen kleinen Unkostenbeitrag haben", grinst der 53-Jährige aus dem Raum Soyen. Bis dahin - falls es überhaupt so weit kommt - können ihn Neugierige in Staudham begutachten - übersehen wird der Fiat sicher nicht

mb

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