Glück im Unglück

Kein Ofen, keine Einnahmen: Edlinger Restaurant trifft Katastrophe mitten im Lockdown

Für die Restaurantbesitzerinnen Julia Hartstock und Rosemarie Krichbaumer aus Edling kam eine weitere Katastrophe zum Lockdown dazu: Ein kaputter Ofen. Dank einer Radio-Aktion können sie auf einen Neuen anstoßen.
+
Für die Restaurantbesitzerinnen Julia Hartstock und Rosemarie Krichbaumer aus Edling kam eine weitere Katastrophe zum Lockdown dazu: Ein kaputter Ofen. Dank einer Radio-Aktion können sie auf einen Neuen anstoßen.

Seit November haben Julia Hartstock und Rosemarie Krichbaumer, Inhaberinnen der Tapasbar im Edlinger Schloss Hart, kaum Einnahmen. Im Januar kam eine weitere Katastrophe dazu: ein kaputter Ofen. Glück im Unglück hatten die Wirtinnen, als sie bei einer Spenden-Aktion im Radio heraus gepickt wurden.

Edling – Die prekäre Lage der Gastronomen ist bekannt. Seit November haben sie kaum Einnahmen, mit dem Mitnahme-Geschäft können schwerlich die laufenden Kosten gedeckt werden, von Umsatz sind die meisten weit entfernt.

Für Julia Hartstock und Rosemarie Krichbaumer, Inhaberinnen der Tapasbar im Edlinger Schloss Hart, kam im Januar eine weitere Katastrophe dazu: ein kaputter Ofen. Glück im Unglück hatten die Wirtinnen, als sie bei einer Spenden-Aktion im Radio heraus gepickt wurden.

Einnahmen mit „To Go“ blieben gering

„Ich will nicht jammern“, sagt Hartstock. Den Gastronomen gehe es allen gleich. „Das Mitnahme-Geschäft reicht einfach nicht, um die Kosten, wie Pacht, Personal und private Miete zu decken.“ Die Erfahrung haben Hartstock und Krichbaumer vor allem im November und Dezember gemacht.

„Da haben wir es mit dem Mitnahme-Geschäft probiert“, sagt Hartstock. Doch die Einnahmen des abgelegenen Anwesens blieben gering. „Wir sind im Schloss Hart, das heißt, die Leute müssen hier vorbeifahren.“

Zwar habe die Bar treue Stammkundschaft. „Aber das Essen am Abholfenster zu holen, ist natürlich nicht dasselbe, als vorbeizukommen und im Restaurant zu sitzen.“

Im Januar hatten Hartstock und Krichbaumer deshalb eine Pause geplant, um andere Projekte anzugehen. „Wir wollten die Küche umbauen“, erklärt Krichbaumer. Neue Regale sollten installiert werden. Das sollte eigentlich auch nichts kosten. „Wir sind beide handwerklich begabt“, sagt Krichbaumer.

Auch in den Familien gebe es geschickte Handwerker, die gerne aushelfen. Kurz bevor es losging, dann die Katastrophe: Der Ofen ging kaputt.

Ofen kostet bis zu 10.000 Euro

„Der Kombi-Dämpfer ist mein bester Mitarbeiter“, erklärt Hartstock. Ohne ihn ist auch das „To-Go-Geschäft“ nicht mehr möglich. Eine Neuanschaffung in Corona-Zeiten ist nicht ganz einfach. Denn neu koste so ein Ofen zwischen 8.000 und 10.000 Euro. „Das können wir uns im Moment einfach nicht leisten“, erklärt Hartstock.

Ein Freund bot ihnen einen gebrauchten Ofen für 2.000 Euro an. Aber auch diese Kosten sind für Hartstock und Krichbaumer eine große finanzielle Belastung.

Im März wollen sie wieder öffnen

Doch die beiden Restaurantbesitzerinnen hatten Glück im Unglück. Hartstocks Name wurde in der Aktion eines bayerischen Radiosenders genannt. Bei dieser hilft der Sender laut eigenen Angaben Menschen, die unter der Corona-Krise leiden. Auch für Krichbaumer und Hartstock wird er die Kosten für den gebrauchten Ofen übernehmen. „Ein tolles Gefühl“, sagt Krichbaumer, „ich bin sehr dankbar.“

Im März möchten die beiden wieder Mitnahme-Angebote anbieten. „Wir hoffen, dass wir spätestens zu Ostern wieder ganz öffnen können.“

Kommentare