Kommunalwahl 2020 in Edling

UBG Edling stellt Bürgermeisterkandidat und Kandidaten für den Gemeinderat vor

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Bürgermeisterkandidat Florian Prietz.

Edling - Am Dienstag, den 3. März, stellten sich die UBG Gemeinderatskandidatinnen und Gemeinderatskandidaten und ihr Bürgermeisterkandidat, Florian Prietz, den Edlinger Bürgerinnen und Bürgern vor.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Zunächst wurden alle Gäste durch den 1. Vorstand und langjährigen Gemeinderat Helmut Hammerbacher begrüßt. Er berichtete kurz über die 25-jährige Historie der UBG Edling und anschließend über den aktuellen Wahlkampf. Er ist begeistert über die schlagfertige und bunt gemischte Kandidatenliste, die wieder auf die Beine gestellt wurde. Auch mit dem Wahlkampf an sich und den abgehaltenen Veranstaltungen ist er sehr zufrieden. Schade findet er es nur, dass die vom Bürgermeisterkandidaten, Florian Prietz, mit neutralem Moderator organsierte Podiumsdiskussion auf Grund von Absagen der beiden anderen Kandidaten aus CSU und ÜWG nicht zustande kam. Die UBG hat sich Transparenz auf die Fahnen geschrieben und wollte mit dieser Veranstaltung den Edlingerinnen und Edlingern die große Chance geben, hier einen direkten Kandidatenvergleich zu bekommen. 

Anschließend übergab er das Wort an Florian Prietz, der die Vorstellung moderierte. Die Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich nun einzeln vor und erklärten den Zuhören warum sie für den Gemeinderat kandidieren wollen und welche Themen ihnen wichtig sind. Hier zeigte sich, wie breit sich die UGB Edling an dieser Stelle aufgestellt hat, denn die Schwerpunkte der Kandidaten reichte vom intensiveren Umweltschutz und Erhöhung der Nutzung regenerativer Energien, über die Verbesserung der Verkehrssituation an der B304 bis hin zur stärkeren Berücksichtigung von Interessen der Familien und älterer Mitbürger sowie der verbesserten Einbindung und Information der Bürgerinnen und Bürger und noch vieles mehr. 


Folgende Kandidatinnen und Kandidaten der UBG Edling stellen sich zur Wahl als Gemeinderat: 

1. Florian Prietz 

2. Sandra Waldherr 

3. Helmut Hammerbacher 

4. Jürgen Hansen 

5. Alexandra Spielvogel 

6. Tobias Purainer 

7. Herbert Gugg 

8. Gudrun Kiefer 

9. Günter Prietz 

10. Reinhold Graf 

11. Silvia Madl-Connolly 

12. Wolfgang Böhm 

13. Christian Hengstberger 

14. Anita Höchstetter 

15. Jason Connolly 

16. Maria Purainer 

Mehr Informationen zu den Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie unter http://www.ubg-edling.com/Kommunalwahl-2020/Unsere-Gemeinderatskandidaten/  

Zum Abschluss gab Florian Prietz die Rolle des Moderators ab und schlüpfte in die des Bürgermeisterkandidaten. Er stellt sich kurz persönlich vor und gab dann einen kurzen Abriss über seine Themen, die er in der Gemeinde Edling zukünftig gerne angehen würde. 

Zunächst erläuterte er den Gästen jedoch noch, warum er in keiner Weise einen Nachteil darin sieht, eher sogar einen großen Vorteil, bisher noch nicht im Gemeinderat tätig gewesen zu sein. So führte er auf, dass bei ihm noch keine Betriebsblindheit vorhanden sein kann und er auch noch nicht in die Fänge von über Jahren eingeschliffenen Abläufe (soll hier keine Wertung sein) gekommen ist. So kann und wird er alles neutral betrachten und sich dadurch einen wesentlich offeneren Überblick verschaffen können. Er sieht hier für Edling und dessen Entwicklung eine große Chance. Auch im fachlichen Bereich sieht er keinerlei Problem, denn mit seinem BWL-Studium und seiner Arbeit in der freien Wirtschaft habe er bereits einiges an Wissen aufbauen können und zudem fühlt sich jung und fit genug Wissenslücken zügig zu schließen. Wichtig ist ihm auch zu betonen, dass er sich nicht davor scheuen wird Spezialisten ins Boot zu holen, um wichtige Themen fachlich entsprechend informiert entscheiden zu können. Diese Info soll auch dem Gemeinderat zur Verfügung stehen, damit dieser sich auf einer fundierten Basis austauschen und Entscheidungen treffen kann. 

Nach dieser Ausführung wand er sich seinen politischen Zielen zu. Er erklärte, dass ihm das Thema Transparenz und Bürgerbeteiligung sehr am Herzen liege. Er hat mit der Form der Bürgerwerkstatt bereits damit begonnen und ist unglaublich zufrieden und begeistert mit den Beiträgen und Ideen der beteiligten Bürgerinnen und Bürger. Zudem möchte er die Form der Berichterstattung aus dem Gemeinderat noch wesentlich offener und emotionaler gestalten. Als gutes Beispiel nannte er die veröffentlichten Artikel aus den Gemeinderatssitzungen der Gemeinde Eiselfing. Dort werden auch die Stimmungen und Diskussionen an die Bevölkerung transportiert. Dies ist ihm wichtig, da die Diskussion und die Beratung ja kein Geheimnis sei und der Bürger doch wissen darf, wie intensiv die von ihm gewählten und beauftragten Personen für seine Interessen arbeiten. 

Ebenfalls möchte er sich stark dafür einsetzen, dass es in Edling zukünftig einen klaren Entwicklungsund Zielplan gibt. Darin soll festgalten werden, wo Edling in 5 bzw. 10 Jahren stehen soll und ggf. auch mit welchen Lösungen diese Ziele erreicht werden könnten, denn nur so ist eine aktive und vorrausschauende Ortsentwicklung möglich. Jedes Kleinstunternehmen hat so einen Plan in der Schublade und zieht ihn zur Orientierung regelmäßig heraus, weil wer das nicht tut, oder gar keinen Plan hat, ist in der Regel nur am Reagieren und nicht am Agieren. Deshalb ist es für eine Gemeinde mit der Größe Edlings umso wichtiger hier mit einer klaren Struktur und einem Plan zu arbeiten. Denn wenn man nur reagieren kann, werden auf Grund von Zeitdruck gerne Ideen und Wünsche übersehen bzw. können dann einfach nicht berücksichtig und umgesetzt werden. Diese Planungen sollen unter anderem die Themen Verkehr, Wachstum, Gewerbe, Vereine, Schule und Kindergärten und vieles weitere enthalten. Hier sollen auch die Bürgerinnen und Bürger bei der Erstellung miteingebunden werden, es ist ja ihr Dorf. 

Das Thema Nachhaltigkeit und Umwelt liegt Florian Prietz sehr am Herzen. Er möchte sich dafür einsetzen, dass die Gemeinde im Bereich der Energiegewinnung noch viel aktiver wird und beispielsweise zukünftig bei neuen Baugebieten die Option von Blockheizkraftwerken auf jeden Fall anwenden. Außerdem sollen alle kommunalen Dächer für die Energiegewinnung über PV-Anlagen genutzt werden. Den Flat-Rate-Vertrag der Gemeinde Edling mit EON für die Straßenbeleuchtung möchte Florian Prietz auch hinterfragen. Es darf in seinen Augen nämlich nicht sein, dass Straßenlaternen 24/7 leuchten, weil ja eh keine zusätzlichen Kosten anfallen. Es geht in seinen Augen  hier nicht nur um die Kosten, sondern auch um das Ziel Energie zu sparen. So ist es ihm ein großes Anliegen, die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Edling auf LED umzustellen. Dies hätte zusätzlich noch den Vorteil, dass die Wege besser ausgeleuchtet werden und sich die Bürgerinnen und Bürger in der Dämmerung und in der Nacht sicherer fühlen. Die Versorgung der Edlinger Bürgerinnen und Bürger mit Wasser sieht er als Chefsache an und möchte hier bei zukünftiger Problemstellung vom ersten Tag an aktiv sein und nicht abwartend agieren. Ebenfalls möchte er mit dem Begrünen im Ortszentrum, in Wohngebieten und auch in anderen Ortsteilen, sowohl dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger (siehe 1. Bürgerwerkstatt) als auch dem Bestreben für die Schaffung von neuen Lebensräumen für Tiere und Insekten nachkommen. In seinen Augen wird dadurch auch die Lebensqualität in Edling erhöht. Hier möchte er sich die Erfahrungen des Obst- und Gartenbauvereins, der hier beratend fungieren soll, sichern. 

Zum Abschluss hat Florian Prietz das lebenswerte und lebendige Miteinander in Edling auf seiner Agenda. Er ist von der Vereinsarbeit in Edling begeistert und will diese auch zukünftig intensiv unterstützen. Dies soll auch in regelmäßigen Austauschrunden erfolgen, in denen er die Sorgen und Nöte der Vereine anhören und dann den Lösungsweg im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten unterstützen möchte. Ihm ist jedoch klar, dass die Vereinsarbeit nicht so gut ist, weil es die Gemeinde gibt, sondern, weil es so viele ehrenamtlich engagierte Edlingerinnen und Edlinger gibt, die dieses System am Laufen halten. Die Gemeinde ist hier nur eine Randfigur. Zukünftig wird die Unterstützung in seinen Augen noch etwas mehr werden müssen, da viele Vereine einen Rückgang der ehramtlichen engagierten Mitglieder vermelden müssen. Hier gilt es die Vereine und die Gemeinde an einen Tisch zu bekommen, um einen möglichen Lösungsansatz zu erarbeiten. 

Um das Miteinander noch mehr zu vereinfachen und sicherer zu machen ist auch das Thema Verkehr ein wichtiger Bestandteil seiner zukünftigen Planung. So wurde bereits zu diesem Thema eine Bürgerwerkstatt abgehalten, in welcher schon viele Problemstellen aufgedeckt und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet wurden. Zudem wurde ihm im Rahmen seiner Hausbesuche auch schon der ein oder andere Missstand aufgezeigt. Dazu möchte er nun eine Sammlung erstellen, welche nach und nach abgearbeitet werden soll. Wichtig ist ihm hierbei, dass die Bürgerinnen und Bürger über die Bearbeitungsstände regelmäßig informiert werden. 

Auch das Thema Erhalt von Naherholungsgebieten in Edling für die Edlingerinnen und Edlinger wurde kurz genannt. Dieser Bereich muss nach der Schließung des Zugangs in den Staudhamer See über das Gut Staudham gründlich überdacht und geplant werden. 

Nach dieser halbstündigen Kurzvorstellung seiner Themen beantwortete er und die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten noch einige Fragen der Zuhörer. 

Die UBG Edling wünscht sich nun, dass viele Edlingerinnen und Edlinger von ihrem Mitbestimmungsrecht bei der Kommunalwahl am 15. März Gebrauch machen und dadurch zum Ausdruck bringen, was ihnen wichtig ist und in welche Richtung sich Edling zukünftig entwickeln soll.

Pressemeldung der UBG Edling

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