"Nicht reden, sondern tun!"

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Ursula Reinartz aus Bruckmühl und Engelbert Kornprobst aus Frasdorf wurden am Montag geehrt.

Schloss Hartmannsberg - Für ehrenamtlichen Einsatz und Verdienste für die Gemeinde erhielten einige Bürger nun die wohlverdiente Anerkennung.

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement sind am Montagnachmittag zwölf Landkreisbürgerinnen und –bürger ausgezeichnet worden. Auf Schloss Hartmannsberg überreichte Landrat Josef Neiderhell vier verschiedene Auszeichnungen.

Es freue ihn ganz besonders, die Wichtigkeit jedes Einzelnen durch die Ehrungen dokumentieren zu können, sagte Neiderhell. Es sei ihm wichtig, ganz deutlich zu sagen, dass jeder herausragendes geleistet und weit mehr getan habe, als man allgemeinüblich erwarten dürfe. Karl-Heinrich Zeuner, der Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosenheim, begann seinen Dank mit einem chinesischen Sprichwort, wonach auf jeden Grashalm ein Tröpfchen Tau falle. Alle Geehrten seien so ein Tröpfchen. Zeuner gratulierte zu den Auszeichnungen und erwähnte ganz besonders Hedwig Rossmeier aus Aschau. Die 93-Jährige hatte erst als Seniorin das Ehrenamt im sozialen Bereich entdeckt. Geehrt wurde sie für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Bayerischen Roten Kreuz.

Impressionen von der Ehrung

Landkreis-Bürger für Verdienste geehrt

"Bin sehr stolz auf diese Auszeichnung!"

Ursula Reinartz aus Bruckmühl erhielt die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ende der 70er Jahre zog sie in die Gemeinde. Die Dolmetscherin gab Kurse am damaligen Volksbildungswerk und sah dort auch schnell Handlungsbedarf. Voller Eifer organisierte Ursula Reinartz zusätzliche Kurse, suchte neue Räume für die spätere Volkshochschule und engagierte sich an allen Ecken und Enden. Schließlich konnte das Kursangebot der Volkshochschule (VHS) von etwa 25 Kursen im Jahr auf 500 Kurse ausgebaut werden - die Volkshochschule ist jetzt der Stolz von Bruckmühl. Außerdem engagierte sich Reinartz jahrelang im Gemeinderat von Bruckmühl und war an vielen Projekten maßgeblich beteiligt. "Ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung, freute sich Ursula Reinartz. "Ich wollte einfach die Dinge verändern und anpacken. Nicht reden, sondern tun ist das Motto. Es ist sehr schön, dass man diese Ehrung nach all den Jahren erfahren darf."

"Den großen Dank bekommt man nicht!"

Für seine ehrenamtlichen Verdienste in der Gemeinde Frasdorf wurde Engelbert Kornprobst geehrt. Seit nun 45 Jahren engagiert sich der 63-Jährige vor allem für die Jugend. "Mit 18 Jahren habe ich mich für unsere Landjugend eingesetzt. Ich habe gemerkt, dass sich nichts getan hat, also haben wir Veranstaltungen organisiert und wollten die Kinder und Jugendlichen unterstützen. Vor allem die Schwächeren müssen gefördert und in die Gesellschaft integriert werden - das ist mir besonders wichtig." Als Mitbegründer des Frasdorfer Fußballvereins und langjähriger Trainer denkt Kornprobst besonders an zwei Ereignisse besonders gerne zurück: "Die beiden Aufstiege unserer ersten Mannschaft werde ich immer in schöner Erinnerung behalten. Wenn man den Verein mitgegründet hat und sich jahrelang auch als Jugebd-Trainer engagiert hat, sind solche Momente besonders emotional. Denn den großen Dank erfährt man bei der ehrenamtlichen Arbeit nicht, man erwartet ihn aber auch nicht."

Mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von ihm Ehrenamt tätigen Frauen und Männer wurden Barbara Voigt und Adolf Bliem aus Kolbermoor sowie die Frasdorfer Engelbert Kornprobst, Georg Osterhammer, Gertraud Riepertinger, Hildegard Osterhammer und Josef Steindlmüller ausgezeichnet. Josef Huber aus Brannenburg wurde mit der Pflegemedaille für besondere Verdienste um pflegebedürftige Menschen geehrt und für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Bayerischen Roten Kreuz überreichte der Landrat das Ehrenzeichen am Bande an Dr. Johannes Reif aus Stephanskirchen, Hedwig Rossmeier aus Aschau und Werner Thürstein aus Wasserburg.

red tj / Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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