Eine kluge ökologische Weichenstellung

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Statt des symbolischen Schlüssels überreichte Architekt Richard Kröff (Bildmitte) Landrat Josef Neiderhell (links) einen Holzscheit für die Hackschnitzelheizung und Schulleiter Peter Rink (rechts) ein Stück Dämmmaterial für die energetische Sanierung.

Wasserburg - Das Gymnasium in Wasserburg wird in diesem Winter erstmals durch eine Hackschnitzelanlage beheizt. Das Kesselhaus samt Bunker und der energetisch sanierte Mittelbau der Schule wurden am Freitag eingeweiht.

Schulleiter Peter Rink erinnerte in seiner Begrüßung zunächst an die alten Zustände. Der Mittelbau sei vor seiner Sanierung eine Energieschleuder gewesen. Die neue Heizung stehe dagegen für eine kluge ökologische Weichenstellung. Rink lobte den Landkreis: Als Sachaufwandsträger zeige er, dass ihm seine Schulen wichtig seien. Er habe das schon anders erlebt. Lob gab es auch von Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl: Mit der energetischen Sanierung habe der Landkreis richtig viel Geld in die Hand genommen. Das rentiere sich, nicht nur für die Schule, sondern auch für die Gesellschaft. Konkret sprach Kölbl den so genannten Energiedialog 2050 an. Nach diesem Stadtratsbeschluss soll der CO²-Ausstoß in den kommenden vier Jahrzehnten in der Innstadt um 80 Prozent reduziert werden.

Für den Sachaufwandsträger, den Landkreis Rosenheim thematisierte Landrat Josef Neiderhell die Verantwortung der Öffentlichen Hand. Mit der energetischen Sanierung und der Hackschnitzelheizung habe man Signale setzen wollen. Neiderhell sieht dabei nicht nur den ökologischen Aspekt: Die Hackschnitzelanlage zeige die gute Zusammenarbeit mit den Waldbauern. Außerdem werde man unabhängiger von den großen Konzernen. Abschließend meinte der Landrat, Bildung sei die wichtigste Ressource und wir schaffen die Voraussetzungen für eine gute Ausbildung unserer Kinder.

Die Umstellung auf eine Hackschnitzelheizung und die Sanierung der Fassadenhülle schont nicht nur die Umwelt. Der Landkreis spart sich zudem jährlich Heizkosten in Höhe von etwa 53.000 Euro.

Das erdgeschoßige Kesselhaus und der unterirdische Bunker zur Lagerung von Hackgut wurden als eigenständiges Gebäude neu errichtet. Die Kosten für den Neubau sowie die Heizungs- und Elektrotechnik sowie die Außenanlagen belaufen sich auf etwa 900.000 Euro. Die Hackschnitzel liefert die Waldbesitzervereinigung Wasserburg/Haag. Der jährliche Verbrauch wird bei rund 1.500 Stermetern liegen. Die neue Hackschnitzelanlage ersetzte eine Gasheizung mit zwei großen Kesselanlagen. Lediglich ein dritter, kleinerer und neuerer Gaskessel bleibt in Betrieb, um in den Sommermonaten, wenn die Hackschnitzelheizung abgeschaltet ist, die Warmwasserversorgung in der Schule sicher zu stellen.

Bereits vor knapp einem Jahr, im November vergangenen Jahres, wurde der Mittelbau des Gymnasiums energetisch saniert. An der West- und Südfassade wurde die bestehende Wärmedämmung durch ein hochwärmegedämmtes Fassadenpaneelsystem mit 3-fach verglasten Holz-Alu-Fenstern ersetzt. Auch an der Ostseite wurden die vorhandenen Fenster ausgetauscht. Die übrigen Fassadenflächen erhielten einen konventionellen Putz-Vollwärmeschutz und das Dach wurde erneuert. Durch diese energetische Sanierung reduziert sich der Heizenergieverbrauch pro Jahr um 175.000 Kilowattstunden. Die Kosten dieser Maßnahme belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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