1200 Läufer aus sieben Ländern

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Startschuss durch eine Nationalspielerin und deutsche Meisterin: Rebecca Thoresen, Kapitänin der Basketballerinnen des TSV 1880 Wasserburg, schickte die Läufer auf die Strecke, reihte sich dann in die laufende Schar ein.

Eiselfing - Superwetter, Superergebnisse, Superstimmung: Diese drei Faktoren bestimmten den 15. Lauf für ein Leben der Grund- und Mittelschule Eiselfing.

Slalomlauf war zeitweise auf der Pendelstrecke angesagt.

Superwetter, Superergebnisse, Superstimmung: Diese drei Faktoren bestimmten den 15. Lauf für ein Leben der Grund- und Mittelschule Eiselfing zu Gunsten des Projektes "Land für Indios" in Ecuador in diesem Jahr.

Zwölf Schulen schickten diesmal wieder fleißige Unterstützer und so tummelten sich bereits am Freitag gut 800 Läuferinnen und Läufer auf der Eiselfinger Pendelstrecke. Insgesamt fanden sich mehr als 1200 laufende Helfer ein und brachten nach vorsichtiger Gesamtschätzung über 70000 Euro zusammen, die natürlich wieder ohne Abstriche in das Projekt fließen werden. Der neue Hauptgeschäftsführer der Hilfsorganisation Misereor Deutschland, Pirmin Spiegel, reiste eigens aus Aachen an, um seine Anerkennung persönlich auszusprechen.

Ein besonderer Beitrag zur Linderung der Not in der Welt sollte er von Anfang an sein, der Lauf für ein Leben. Und erneut ist diese Gemeinschaftsakton der Eiselfinger Grund- und Mittelschule samt ihren Pensionisten und sonstigen Gönnern schulartübergreifend gelungen.

Der mittlerweile weit über die Region hinaus bekannte Lauf zu Gunsten des Projekts "Land für Indios" in Ecuador, den die Grund- und Hauptschule Eiselfing heuer schon zum 15. Mal ausrichtete, konnte sportlich punkten. Günter Dieplinger, treuer Gast aus Österreich, schaffte drei volle Marathonstrecken am Stück und war mit seinen 126 Kilometer ausdauerndster Läufer. Auch Jürgen Forster schaffte den Sprung über die Hundert. Er lief 106 Kilometer für die gute Sache.

Der Spaß an der Bewegung in frischer Luft war allerdings von den hohen Termperaturen geprägt. Für Abkühlung war natürlich gesorgt. Alle Mithelfer und Organisatoren, an der Spitze Elfi Reisch, die wieder für einen perfekten Ablauf gesorgt hatten, fühlten sich in ihrem Engagement bestätigt, nachhaltige Hilfe für ein weiteres Jahr geleistet zu haben.

Ausdauerndster Schüler war in diesem Jahr Thomas Siller aus der Eiselfinger 9bM mit 62 Kilometern. Als beste Mädchen konnten Pia Försterling und Christina Löw mit je 60 Laufkilometern glänzen.

Nach Startfreigabe hatten bereits am Freitagvormittag gut 800 Läufer der Nachbarschulen, inklusive etwa 130 Eiselfinger Schülern auf der Pendelstrecke bis Mittag jede Menge Sponsorengelder erlaufen. Am Freitagabend waren bei idealen Laufbedingungen dann schon wieder etwa 200 Läuferinnen und Läufer auf der Strecke.

Am Samstag liefen traditionsgemäß hauptsächlich die Eiselfinger Schülerinnen und Schüler zusammen mit zahlreichen Gästen, die weitesten waren aus Italien, Frankreich der Schweiz und Österreich angereist. Rebecca Thoresen vom Basketballbundesligisten TSV Wasserburg, die gebürtige Australierin mit maltesischem Pass, schickte sie alle per Massenstart auf die Strecke. Die älteste Teilnehmerin war immerhin bereits 86 Jahre alt und trotz Hitze unermüdlich mit ihrem Rollator unterwegs. Auch der Eiselfinger Kindergarten war mit einer ganzen Zwergerl-Gruppe dabei.

Abkühlung war ausdrücklich erwünscht.

Beste Stimmung herrschte rund um die Turnhalle auch nach Beendigung des Laufes bei Grillfleisch, Kaffee und Kuchen, wobei die Stimmung durch die Countryband "The Underriders" noch besonders angeheizt wurde. Das eingespielte Team aus Kollegen und Kolleginnen, helfenden Schülerinnen und Schülern, den Pensionisten der Schule und dem Elternbeirat schufen erneut die Basis für einen reibungslosen Ablauf. Ein herzliches Dankeschön galt auch den Mitgliedern des katholischen Landvolks, dem TSV Eiselfing, der wieder die Zelte zur Verfügung gestellt hatte und den Organisatoren aller teilnehmenden Schulen sowie den Johannitern, die auf die Gesundheit an der Strecke achteten.

Schulleiter Karlheinz Rieger freute sich über die gezeigte Solidarität, besonders aber über die besondere überregionale Akzeptanz der Veranstaltung. Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor Deutschland sowie Eva-Maria Heerde-Hinojosa von Misereor Bayern zeigten sich von so viel praktizierter Nächstenliebe über Kontinente hinweg begeistert. Auch sie liefen eine Runde mit und nahmen viele nachhaltige Eindrücke mit nach Hause.

Bei der Verlosung zahlreicher Preise und vor allem des mobilen Basketballkorbes als Hauptpreis der Tombola war das Losglück der Nummer 759 hold. Der Gewinner sollte sich bei der Schule melden. Da nicht alle Losbesitzer anwesend waren, warten auch noch einige andere Gewinne auf ihre Abholer. Auf der Homepage der Schule unter www.vs-eiselfing.de können die gezogenen Nummern eingesehen werden.

kr/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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