Bildung und Tourismus im Landkreis

Lederer: "Weniger Schüler, weniger Lehrer"

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Otto Lederer, Christina Pfaffinger und Wolfgang Berthaler in Eiselfing
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Eiselfing - Bei der Kandidatenvorstellung zum Kreistag der CSU, wurden die Themen Bildung und Tourismus diskutiert. Otto Lederer und Christina Pfaffinger standen Rede und Antwort.

Der Donnerstag Abend stand in Eiselfing ganz unter dem Motto "Die Zukunft des Bildungs- und Tourismuslandkreises Rosenheim". Dazu lud der Moderator und Bezirksrat Sebastian Friesinger aus Albaching, den Landtagsabgeordneten Otto Lederer und die Geschäftsführerin von "Chiemsee-Alpenland", Christina Pfaffinger, ins Gasthaus Sanftl ein.

Landkreis Rosenheim als Schulstandort

Nach der Kurzvorstellung der Kreistagskandidaten für die nördlichen Gemeinden im Landkreis Rosenheim und einem Vortrag von Landratskandidat Wolfgang Berthaler, stellte sich dieser zusammen mit Christina Pfaffinger und Otto Lederer den Fragen zur Schullandschaft und zum Fremdenverkehr in der Region. Wasserburg sei hier mit seinem Gymnasium, der Realschule und den anderen Bildungseinrichtungen sehr gut aufgestellt. Was aber auch nicht heißen solle, dass hier in Zukunft eingespart werden solle. "Jede Region muss entsprechend bedient werden", so Berthaler, um das "große Kapital, den Ideen- und Wissenstransfer" auch weiterhin sicherstellen zu können.

Die "demographische Rendite"

Otto Lederer brachte dann auf eine Frage aus den Zuhörer-Reihen das Schlagwort der "demographischen Rendite" in die Diskussion. "Weniger Schüler bedeuten weniger Lehrer" fasste der Landtagsabgeordnete kurz zusammen, was man sich unter der Begrifflichkeit vorstellen müsse. Man wolle hier jedoch keine zusätzlichen Stellen für Lehrer streichen, die Äußerungen von Bildungsminister Spaenle in den Medien der vergangenen Tage seien lediglich das Ergebnis eines "Kommunikationsproblems" gewesen. Wenn man sich die Zahlen genau angeschaut hätte, hätte man gemerkt, dass denLehrerstellen die gestrichen werden, fast genauso viele gegenüberstehen, die neu geschaffen werden, so Lederer. Besonders im Bereich der Ganztagsschulen und zum Stichwort Inklusion sei auf jeden Fall noch Personal nötig. Und auch für die Hochschulen sollen es bis zu 300 neue Stellen sein. Über den sogenannten Nachtrag-Haushalt sollen weitere 83 Mio. Euro in die Bildung fließen. Dass man in Bayern an der Bildung sicher nicht sparen wolle, erkenne man schließlich schon am Gesamthaushalt, so Otto Lederer. Nicht umsonst sei hier jeder dritte Euro für diesen Bereich reserviert, in Zahlen knapp 17 Mrd. Euro.

"Keine Taxifahrer mit Abitur"

Lederer bedankte sich bei den zahlreich anwesenden Lehrern für ihr Engagement und zeigte sich angesichts der zunehmend "hohen Belastung aufgrund immer heterogener werdender Schülerschaften" in seinen Vorhaben bestätigt, sich auch weiterhin in allen Bereichen einzusetzten. Nicht nur die Hochschulen, sondern auch die berufliche Bildung, "die gesamte Bandbreite ist wichtig", so Lederer. Auch Wolfgang Berthaler setzt hier auf eine stärkere Differenzierung weg von einer "Vollkasko-Mentalität". Analog zur gesellschaftlichen Entwicklung, müsse nicht jeder gleich studieren um die Chancengleichheit zu wahren, der hervorragenden Berufsschullandschaft im Landkreis sei Dank, so Berthaler.

"Kurze Beine, kurze Wege", so fasste Otto Lederer die Gestaltung der Bayerischen Schullandschaft zusammen. Es könne nicht das Ziel sein "60-80% Abiturienten in Bayern anzustreben", so Lederer. Ein gegliedertes Schulsystem und keine Gliederung der Möglichkeiten, das sei das Ziel.

Bilder von der Veranstaltung der CSU in Eiselfing

Bilder von der Veranstaltung in Eiselfing

Das Siegel "Gesundheitsregion"

Die Geschäftsführerin der Chiemsee-Alpenland Tourismus GmbH, Christina Pfaffinger, stellte sich danach den Fragen der Fremdenverkehr-Interessierten. Sie stellte klar, dass ach der nördliche Landkreis mit seinen Arbeitgebern wie Meggle, dem führenden Unternehmen in der Herstellung von Portionsbutter für den Tourismus von den Umsätzen profitiere. Oberstes Ziel, so Pfaffinger, sei es, gemeinsam aufzutreten und sich neben dem Tourismus auch als Gesundheitsregion zu etablieren. Unter dem "Siegel Gesundheitsregion"würden große Fördertöpfe winken, die für die Finanzierung von Projekten förderlich wären. "Ein Zahnrad muss ins Andere greifen", so Pfaffinger, auch die nördlichen Gemeinden müssten hierzu ihren Beitrag leisten. Das Modell "Urlaub auf dem Bauernhof" sei im Norden bereits gut angelaufen. Der Verband rechne aktuell mit einem Tagessatz von ungefähr 127 Euro pro Tag und Gast, die dieser in der Region bezahlen würde.

Quelle: rosenheim24.de

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