Abtransport von belastetem Material fast abgeschlossen

Nach Asbest-Fund: "Eiselfing-Nord" startklar für Bebauung 

+
Das belastete Material, das im neuen Eiselfinger Baugebiet gefunden wurde, ist beinah vollständig abtransportiert.
  • schließen

Eiselfing - Asbestfund in einem neuen Baugebiet im Norden der Gemeinde sorgte für Diskussionen. Nachdem das belastete Material beinah vollständig entsorgt wurde, steht einer Bebauung nun nichts mehr im Wege. 

Im Zuge der Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet "Eiselfing-Nord" wurden im Sommer 2017 große Mengen an altem Baumaterial und Schutt entdeckt. Es handelte sich um in früheren Zeiten gängig verbaute Eternitplatten, die als asbesthaltig bekannt sind. Auch größere Menge vergrabene und über viele Jahre zerbrochene asbesthaltiger Dachplatten und altem Bauholz befanden sich im Erdreich des neuen Baugebiets.

Muss Gemeinde für Abtransport-Kosten aufkommen? 

Der Abtransport des belasteten Materials in eine DK2-Deponie nach Thüringen verlief kostspielig. "Wir rechnen mit 300.000 bis 400.000 Euro Entsorgungskosten", bestätigt Eiselfings Bauamtsleiter Laurentius Fischer gegenüber wasserburg24.de. 

Ein Teil des belasteten Materials, das im Baugebiet "Eiselfing-Nord" ausgegraben wurde. 

Die Staatsanwaltschaft sei mit den Ermittlungen beauftragt. Aktuell fehle jedoch noch jede Spur von dem Verursacher, der das verunreinigte Material im Gemeindegebiet von Eiselfing entsorgt haben muss. "Im Zweifelsfall bleibt die Gemeinde als Auftraggeber der Bauarbeiten auf den Kosten sitzen", konstatiert Fischer nüchtern. 

Kommende Woche werde der letzte Haufen mit belasteter Erde abtransportiert. Damit steht der Bebauung in Eiselfings Norden jetzt nichts mehr im Wege. "Die ersten Baugenehmigungen sind erteilt, ein Haus befindet sich schon im Bau. Ab dem Frühjahr wird's dann rund gehen, wenn die Winterpause vorbei ist", prophezeit der Bauamtsleiter. 

Einheimische Bürger mit Vorteil 

27 Parzellen sieht das neue Baugebiet "Eiselfing-Nord" vor. Außerdem sollen Geschosswohnungen mit je nach Bedarf Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen entstehen. Die Wohnbaugrundstücke für Geschosswohnungsbau hat die Gemeinde an die Firmengruppe "Robert Decker Immobilien & Bauträger" aus Dorfen veräußert. 

Wie Fischer abschließend betont, liege das Augenmerk bei der Vergabe in Bezug auf das Einheimischenmodell bevorzugt auf Eiselfinger Bürger. "Sämtliche Bürger, Einheimische und Arbeitnehmer, die im Gemeindebereich tätig seien, haben die Möglichkeit, priviligiertes Kaufrecht in Anspruch zu nehmen. Der freie Verkauf erfolgt nach der Reihenfolge des Eingangs an Bewerbungen", heißt es abschließend aus dem Bauamt.   

mb

Zurück zur Übersicht: Eiselfing

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser