Viele Aufgaben und Ausgaben prägten das Jahr

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Nicht zum Besuchermagnet geworden, aber an Informationen wurde nicht gespart: Am Freitagabend fand die Bürgerversammlung in Eiselfing statt
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Eiselfing - Die vergangenen Monate waren im Gemeindegebiet geprägt von vielen nötigen Projekten, Ausgaben und neuen Herausforderungen. Vieles wurde erreicht, einiges gilt es noch zu tun.  

Weil es im Gemeindegebiet Ortsteilversammlungen gibt, die von den Bürgern gut angenommen werden, war bei der am Freitagabend stattfindenden Bürgerversammlung beim Sanftl nicht überaus viel Bürgeransturm zu spüren. An Informationen mangelte es dennoch nicht, die Anwesenden wurden über die Einnahmen und Ausgaben im vergangenen Jahr informiert, ebenso geizte das Gemeindeoberhaupt nicht mit Berichten über die getätigten Projekte und die Vorhaben, die in den Planungen stehen.

Mit Hauptwohnsitz in Eiselfing leben aktuell 2996 Bürgerinnen und Bürger. Ein leichtes Plus von 14 Bürgern konnte verzeichnet werden, 130 Menschen haben ihren Zweitwohnsitz im Gemeindegebiet gemeldet. Interessiert zeigten sich die Anwesenden von den Unterscheidungen der Generationen an Einwohnern. So seien 35 Prozent der Einwohner Eiselfings unter 31 Jahre (1079 Bürger). 48 Prozent lägen im Bereich bis 65 Jahre. (1507 Bürgerinnen und Bürger). Auch zahlreiche Menschen, die älter als 65 Jahre sind, wohnen hier. 540 Bürger, also 17 Prozent. Insgesamt 31 unterschiedliche Nationalitäten leben derzeit im Gemeindegebiet. Georg Reinthaler erläuterte die steigenden Eheschließungen. „In Eiselfing wird wieder mehr geheiratet“, so Reinthaler. Er selbst durfte bereits Trauungen abhalten und zeigte sich sehr angetan von dieser Aufgabe, Paare zu verheiraten. Oskar Pircher erläuterte den Haushalt der Gemeinde Eiselfing.

Dieser war im Jahr 2014 stabil, es mussten keine neuen Kredite aufgenommen werden, es konnten Projekte bezahlt, Anschaffungen getätigt und Vorhaben realisiert werden und dennoch getilgt sowie in den Vermögenshaushalt zugetragen werden, so der geschäftsleitende Beamte Piercher, der bisher auch die Position des Bauamtsleiters inne hat sowie im Jahr 2014 die Belange der Finanzen betreute. „Wir suchen momentan wie viele andere Gemeinden auch einen Bauamtsleiter, der zukünftig die immer größer werdende Aufgabenlage betreuen wird und dadurch als Neuzugang in die Gemeindeverwaltung rücken soll“, erläutert Rathauschef Reinthaler. Die Bewerbungsfrist laufe noch. Trotz der guten Haushaltslage bat der Rathauschef um Verständnis dafür, dass angedachte und freilich nicht vergessene Projekte und Ausgaben, stets abgewogen werden müssten.

Der Haushaltsabgleich liest sich wie folgt: Verwaltungshaushalt Einnahmen 3.918.046,18 Euro. Verwaltungshaushalt Ausgaben 3.450.565,52 Euro. Dadurch konnte ein Überschuss in Höhe von 467.480,66 Euro an den Vermögenshaushalt abgeführt werden.

Das Jahr 2014

Reinthaler wurde im vergangenen Jahr zum Bürgermeister gewählt, seither hat er die von seinem Vorgänger und dem Gemeinderat angestoßenen Projekte weiterverfolgt sowie zusätzliche Bürgerbelange zu seiner Aufgabenliste hinzugefügt. „Es gab viel zu tun im vergangenen Jahr und ich möchte, dass jeder weiß, dass er mit seinen Anliegen immer zu mir kommen kann“, betonte Reinthaler.

Im Jahr 2014 wurde am Kindergarten gewerkelt, außerdem eine Fluchttreppe am Außenbereich der Schule angebracht. Es wurde die Feuerwehr in Bachmehring unter anderem mit einem Anhänger bedacht, kürzlich ein Asylhelferkreis gegründet, um die neu hinzugezogenen Asylbewerber in Aham zu begleiten. Großes Thema war auch die Renovierung des Rathauses sowie der barrierefreie Zugang zum Einwohnermeldeamt.

Immer Thema im gesamten Gemeindegebiet ist und bleibt der Biber. „Wir haben mittlerweile einen für uns zuständigen Biberbeauftragten, der unbürokratisch an Lösungen mitarbeitet“, zeigt sich Reinthaler erfreut. Die Situation sei nach wie vor nicht einfach, das Thema werde auch zukünftig nicht aus Eiselfing verbannt werden können, doch gemeinsam könne man an einer Verbesserung der Probleme und unterschiedlichen Meinungen arbeiten.

Herausforderungen gestiegen

Insgesamt waren die Feuerwehren aus dem Gemeindegebiet 74 Mal im Einsatz im Jahr 2014. „Die Herausforderungen sind gestiegen", erklärte Georg Reinthaler. So hätte die Feuerwehr Aham 15 Einsätze gehabt, die Feuerwehr Bachmehring 44, die Feuerwehr Freiham 5 und die Feuerwehr Schönberg 10. „Ein herzlicher Dank an alle, die sich engagieren und die teils sehr anstrengenden Einsätze mit so viel Kraft schaffen“, so der Rathauschef abschließend. Abenteuerlich und schön zugleich sei übrigens die Tatsache, dass immer mehr Anfragen bezüglich Baugrund im Gemeindegebiet eintrudeln würden. So seien deutlich mehr Bewerbungen für Parzellen eingegangen, als in den nächsten Jahren jemals vorhanden sein könnten, so Reinthaler. Ein Treffen am kommenden Mittwochabend soll den Bürgern, speziell den Interessierten, Informationen zu den ausgewiesenen und in der Planung befindlichen Baugebieten geben.

Quelle: rosenheim24.de

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