Bürgerversammlung im Gasthaus Sanftl

Stabiles Eiselfing? Gemeinde will sanft wachsen

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Bürgermeister Georg Reinthaler blickte auf 2015 zurück und gab einen Ausblick auf die nächsten Monate
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Eiselfing - Die Babys wurden mehr, die Aufgaben auch. Ein Rückblick bei der Bürgerversammlung und eine Vorausschau verdeutlichten, wie aktiv die Menschen in der Gemeinde Eiselfing sind.

Neben den regelmäßigen Ortsteilversammlungen, die allesamt immer gut besucht sind, ist es in der Gemeinde Eiselfing ebenso jährliche Pflicht, eine Bürgerversammlung abzuhalten. Bürgermeister Georg Reinthaler blickte auf das Jahr 2015 zurück, das mit vielen verschiedenen Bereichen zu einer herausfordernden Sache wurde.

Insgesamt 3167 Einwohner

(ein Plus von 51 Bürgern)

Davon

610 Einwohner die jünger als 19 Jahre alt sind

2026 Einwohner in einem Alter zwischen 19 bis 65 Jahre

531 Einwohner, die älter als 65 Jahre sind

195 Einwohner sind Ausländer mit insgesamt 34 verschiedenen Nationalitäten

36 Geburten im Jahr 2015 (Fünf mehr als 2014)

12 Sterbefälle (Sieben weniger als 2014)

12 Eheschließungen (Fünf weniger als 2014)

Pro Kopf Verschuldung auf 840 Euro gesunken

Mit zwei neuen Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung scheint das Rathausteam komplettiert worden zu sein. Im Bauamt aktiv und als Unterstützung für den Geschäftsleiter, der auch die Aufgaben des Bauamtes bis vor kurzem Inne hatte, gedacht ist Laurentius Fischer.

Vera Voggenauer, ein Eiselfinger Eigengewächs, unterstützt zukünftig das Einwohnermeldeamt, das seit der Umgestaltung des Rathauses in eine barrierefreie Verwaltung, im Erdgeschoss zu finden ist. Georg Reinthaler zeigte sich vom Umbau, der Sanierung und der Umsetzung zur barrierefreien Einrichtung des Rathauses sehr begeistert. Es sei eine Anlaufstelle für jeden geworden und man habe das Rathaus in einen plakativen Ort des Willkommens verwandeln können. „Vor wenigen Wochen haben wir bereits unsere dritte Kunstausstellung im Rathaus eröffnet“, so das Gemeindeoberhaupt.

„Wir vertreten uns neu nach außen - auch mit dem neuen Internetauftritt der Gemeinde“, ergänzt Reinthaler.

Rückblick auf große Vielfalt

Im Gemeindegebiet war im vergangenen Jahr viel los. Man konnte mit dem neu erschlossenen Gewerbegebiet in Hafenham den Standort-Ausbau einer heimischen Firma verbessern, im Juni 2016 soll die feierliche Eröffnung der Firma Huber und Sohn die neue Firmenhalle auch offiziell in Betrieb nehmen. „Zu weiteren Anfragen in Bezug auf Gewerbeflächen können wir uns leider nicht positiv äußern. Da sind wir völlig blank“, gibt Reinthaler zu bedenken.

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Auch im Bereich der Neubaugebiete und dem Bedarf beziehungsweise dem Wunsch auf Bauland für Wohngebäude könne man nicht jedem Wunsch nachkommen. „Der Gemeinderat hat sich darauf geeinigt, dass Eiselfing sanft wachsen möchte und nicht utopisch Baugrund ausweisen werde“, hieß es von Reinthaler auf der Bürgerversammlung weiter. Man müsse auch an die zukünftigen Aufgaben denken, die mit neuen Mitbürgern auf eine Gemeinde zukomme. „Zwar könnten wir gut weitere Schulkinder brauchen, um den Schulstandort Eiselfing in eine sichere Zukunft zu führen, doch es fehlt uns ja bereits jetzt an Kindergarten- beziehungsweise Krippenplätzen“, verdeutlicht Reinthaler während der Bürgerversammlung. Das Gebäude sei ausgereizt, eine Erweiterung nach der Eröffnung des Kinderkrippenraumes im Kindergartenhaus nicht mehr möglich.

Nach der Anmeldung für Plätze im KiGa Eiselfing habe man für das aktuelle Kindergartenjahr ab Herbst 2016 bereits zehn Plätze zu wenig und müsse hier erst sehen, wie man sich arrangieren könne, so Reinthaler weiter. In Bezug auf die Schule in Eiselfing erklärte der junge Bürgermeister, dass die M-Zweig-Klassen nicht mehr weitergeführt werden können und jetzt dann quasi mit den bestehenden Klassen auslaufen werden.

Die Schülerzahlen liegen bei der Mittelschule Eiselfing bei knapp unter 300, weshalb es zukünftig auch zu Einschränkungen im Bereich des Schulsekretariats geben könne. Die Schulsekretärin würde nicht mehr für so viele Stunden bezuschusst, daher müsste die Schulleitung noch mehr Aufgaben übernehmen und das Schulsekretariat könnte möglicherweise sogar einen Tag in der Woche geschlossen bleiben.

Auch der Biber baut gerne

Nicht nur den Menschen würde es in Eiselfing gefallen, auch ein besonders fleißiger Mitbürger im Jahr 2015 fühle sich im Gemeindegebiet besonders wohl, betont Georg Reinthaler.

Der Biber verursache viele Schäden und zerstöre teils sogar Existenzen. „Bitte meldet uns Biberschäden, wir nehmen uns Eurer Sache hier im Rathaus gerne an und halten regen Kontakt zum Biberbeauftragten des Landratsamtes“, motivierte Reinthaler die Bürger. Er warnte davor, eigenmächtig Biberbauten, Dämme und dergleichen zu zerstören, weil dies unter Strafe stehe.

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