Die Frösche sind los!

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In diesem Weiher in Breitenbach ist Zielort der gesammelten Tiere
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Eiselfing/Schonstett – Die Regenschauer der letzten Tage haben die Kröten und Frösche zum Wandern gebracht. Nun sammelt der Bund Naturschutz die an den Zäunen gestoppten Tiere ein.

Ein nasser Tag ist ideal, um bei den Kröten und Fröschen in der Region die Wanderlust zu wecken. Jetzt ist es wieder soweit: Sie wollen sich in dem Gewässer vermehren, in dem sie selbst geboren wurden. Weil dies meist bedeutet, eine Überquerung der Straße in Kauf zu nehmen, werden häufig Amphibien überfahren. Durch die Krötenzäune wird dies verhindert.

Doch der Mensch muss dabei helfen, die Tiere sicher über die Straße zu bringen. Die Wasserburger Ortsgruppe des Bund Naturschutz nimmt sich dieser Aufgabe an. Im vergangenen Jahr wurden fast 500 Kröten und Frösche eingesammelt, Jahre zuvor waren es noch doppelt so viele.

Jeden Tag wird nachgeschaut

Oftmals ist auf dem ersten Blick gar nicht zu erkennen, ob in die Rohre Frösche oder Kröten gefallen sind. Gut getarnt inmitten von Laub und Erde sind sie nicht leicht zu sehen.

Dennoch: Helmut Stöckl holt gekonnt die gesammelten Tiere heraus und legt sie in einen Eimer. Neben Kröten sind auch einige Frösche mit dabei: „Die Frösche sind viel agiler und lebhafter als die Kröten, da versucht der ein oder andere schon einmal, aus dem Eimer zu hüpfen“. In der Tat, mit gestreckten Hinterbeinen macht sich der Frosch lang und erreicht fast den Rand des Eimers. Nachdem alle Löcher am Zaun abgesucht wurden, wagen wir mit Helmut Stöckl den Gang über die Straße.

Fotos von der Krötensammlung

Für die Frösche und Kröten wäre es lebensgefährlich, diese Meter selbst zu versuchen. Viele würden einfach überfahren werden, heißt es von Stöckl. Nach zwanzig Metern erreichen wir den Weiher in Breitenbach, der das Ziel für die rund 30 gesammelten Tiere am Vormittag bedeutet. Einzeln werden sie in das begehrte Nass gelassen. Und vorher in ein Buch eingetragen. Der lieben Ordnung halber. Nun bleiben sie für einige Monate in diesem Gewässer. Zurück geht es übrigens auch ohne Hilfe. Hier nehmen die Frösche und Kröten nicht in Scharen, sondern nur vereinzelt den Weg heimwärts auf. Dadurch sei es nicht möglich, beim Rückweg mit zu helfen.

Das Interesse der umliegenden Schulen sei besonders groß während der Krötensammlung, erzählt Stöckl weiter.

Die Grundschule in Babensham beispielsweise, erkundigte sich nach geeigneten Terminen, um den Schülern ein solches Erlebnis zu ermöglichen.

Voller Neugier seien die Kinder, wenn sie mit dabei sein können, es gestalte sich zunehmend spannend, wenn Wetten abgeschlossen werden, wie viele Tiere gefunden und sicher in den Weiher gelassen werden können. Schatzsuche mal anders.

Quelle: rosenheim24.de

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