Nach Massenfischsterben in Schwarzmoosbach

Eiselfinger Bürgermeister: "So eine Katastrophe darf sich nicht wiederholen"

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Nach einem massiven Fischsterben im Schwarzmoosbach kündigt Eiselfings Bürgermeister Georg Reinthaler an, Vorbeugemaßnahmen für künftige Verunreinigungen von Gewässern treffen zu wollen. 
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Eiselfing - Das Massenfischsterben im Schwarzmoosbach schockierte. Auch wenn die Ursache noch nicht ergründet werden konnte - man bemühe sich darum, dass ein solcher Vorfall künftig nicht mehr passiert, wie Bürgermeister Georg Reinthaler im Interview erklärt. 

Der Anblick der toten Fische habe wohl alle Beteiligten - von den Experten des Wasserwirtschaftsamts über die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei bis hin zu den betroffenen Fischern und den Bürgern - schockiert, resümiert Georg Reinthaler gegenüber wasserburg24.de. 

Anfang Juli wurden tote Fische am Schwarzmoosbach und an angrenzenden Teichen entdeckt. Die traurige Bilanz am Ende: Insgesamt knapp 1000 verendete Tiere wurden schließlich aus dem Gewässer geborgen und ordnungsgemäß entsorgt. "Bis auf einzelne tote Forellen, die am noch angespült werden, sind die Arbeiten inzwischen abgeschlossen", erklärt Reinthaler, der neben seinem Bürgermeisteramt auch als Mitglied der Bachmehringer Feuerwehr tätig ist.

1000 tote Fische wurden aus dem Schwarzmoosbach geborgen. 

Warum in so kurzer Zeit so viele Fische verendeten sei laut Reinthaler noch völlig unklar. Alle Hoffnungen ruhen auf den Proben des Wasserwirtschaftsamts. Die Ergebnisse der Untersuchungen aber stehen noch aus. "Es gibt nach wie vor nichts Neues in Bezug auf die mögliche Ursache des Fischsterbens. Polizei und Wasserwirtschaftsamt informieren uns sobald es Erkenntnisse gibt. Wir rechnen in den nächsten Tagen mit einer Mitteilung." 

Spekulationen zu der Ursache kursieren bereits in den Bürgerreihen. Reinthaler betont: "Ich bekam schon Anrufe von Landwirten, die befürchten, sie würden in die Mangel genommen wegen eines möglichen Gülleaustritts. Wir wissen tatsächlich nicht, was das Fischsterben verursacht hat und solange das Ergebnis der Proben nicht da ist, bleibt es bei reinen Vermutungen. Möglich wäre auch, dass der extreme Niederschlag, der nach der langen Trockenphase auftrat, einen gewissen Stoff oder ein Gemisch in das Gewässer gespült hat. Fischsterben kommt immer wieder - in ganz Bayern - vor und die Ursachen sind dabei oft ganz unterschiedlicher Natur." 

Bürgermeister: "So etwas darf sich nicht wiederholen" 

Derweil werden bereits Vorbereitungen getroffen für anstehende Gespräche mit den Ansprechpartnern der Unteren Naturschutzbehörde, dem Kreisfischereiverein Wasserburg und den Pächtern der betroffenen Bereiche, erklärt der Bürgermeister weiter. Ende Juli werde es ein Treffen geben, bei dem man gemeinsam diskutieren werde, wie das Gewässer renaturiert und ökologisch wieder aufgewertet werden könne. 

"Wir stimmen uns da mit allen Stellen ab - der Schwarzmoosbach ist zu weiten Teilen auch ein Biotop und unser Ziel ist, das Gewässer mit Leben zu füllen, damit der Bach wieder auf einen grünen Zweig kommt", betont Reinthaler.

Im Rahmen der Gespräche wolle man außerdem Verunreinigungen und daraus resultierende Fischsterben in Zukunft vorbeugen. Reinthaler schweben bauliche Maßnahmen an dem gemeindeeigenen Gewässer vor, beispielsweise ein Rückhaltebecken. "So eine Katastrophe darf sich nicht wiederholen", unterstreicht der Eiselfinger Bürgermeister abschließend. 

mb

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