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Aus dem Gemeinderat

Eiselfing greift in die Rücklagen: Das sind die Gründe

Der soziale Wohnungsbau der Gemeinde zählt erneut zu den größten Investitionen von Eiselfing.
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Der soziale Wohnungsbau der Gemeinde zählt erneut zu den größten Investitionen von Eiselfing.

Kämmerer Klaus Huber legt den Haushaltsplan vor: Das sind die größten Ausgaben in der Gemeinde Eiselfing.

Von Andreas Burlefinger

Eiselfing – Im Wesentlichen blieb es bei der Beschlussfassung über die Haushaltssatzung für das Jahr 2022 bei den im Finanzausschuss schon ausführlich besprochenen Ergebnissen. Der Haushaltsplan, den Gemeindekämmerer Klaus Huber nun mit den neuesten belastbaren Zahlen vorlegte, unterschied sich nur unwesentlich vom schon eingesehenen Entwurf. Wie in jedem anderen Finanzhaushalt gilt auch für das kameralistische Zahlenwerk einer Gemeinde, es soll nur so viel Geld ausgegeben werden, wie auch eingenommen werden kann. Wobei gerade in den jetzigen Zeiten für öffentliche Verwaltungen ein Nachtragshaushalt im Zusammenhang mit noch unbekannten besonderen Entwicklungen nach vorsichtiger Meinung des Gemeindekämmerers nicht ausgeschlossen werden kann.

Einkommenssteuer gestiegen

Der Verwaltungshaushalt beinhaltet die Einnahmen und Ausgaben des „allgemeinen Geschäftsbetriebes“ einer Gemeinde. Im Volumen der von Klaus Huber prognostizierten Einnahmen und Ausgaben rechnet der Eiselfinger Amtsleiter mit einem Umfang von etwas unter 6,5 Millionen Euro. Im abgelaufenen Jahr waren dies 6,9 Millionen Euro. Er geht dabei von zurückgehenden Real- und Umsatzsteuern sowie Zuweisungen aus. Bei der Einkommenssteuer wird jedoch eine leichte Steigerung um gut zwei Prozent erwartet.

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Die großen Kostenfaktoren bei den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes sind die Kreisumlage mit 1,7 Millionen Euro sowie die Betriebskosten für die Kindereinrichtungen und die Personalkosten der Gemeinde, die im Vergleich zum Vorjahr durch Anpassungen jedoch reduziert werden konnten. Größere Posten sind dann noch die Schulverbandsumlage mit fast einer halben Million und Unterhaltskosten in die Infrastruktur.

Im Vermögenshaushalt werden im Haushaltsjahr die Investitionen und deren Finanzierung aufgezeigt, die sachliche Dinge und Maßnahmen und damit das Leben der Bürgerschaft direkt betreffen. Beispielsweise gemeindliche Gebäudesanierungen, der Straßenbau und die Neuanschaffungen.

Eine Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt ist heuer mit 158.000 Euro vorgesehen. Zudem wird für dessen Finanzierung eine Rücklagenentnahme von gut 2 Millionen Euro vorgenommen. Mit unter 4 Millionen Euro ist der Vermögenshauhalt niedriger angesetzt, als er zum Jahresende 2021 war. Ab dem Jahr 2023 geht der Gemeindekämmerer wieder von steigenden Zuführungen aus dem Verwaltungshaushalt aus. Ebenso wie er mit einer positiv höheren Rücklagenzuführung rechnet.

Verschuldung im „flachen Bereich“

Zum Jahresende 2022 wird der Schuldenstand der Gemeinde bei 2,6 Millionen Euro sein. „Eine Verschuldung im relativ flachen Bereich“ wie Klaus Huber meinte. Eine Summe, die schon vergleichbar am 31. Dezember 2021 buchhalterisch errechnet wurde. Die Hebesätze bleiben bei der Grundsteuer A und B bei 320 Prozent, bei der Gewerbesteuer bei 340 Prozent.

In Einzelbeschlüssen zur Haushaltssatzung 2022 mit dem Haushaltsplan, dem Stellenplan und dem Investitionsplan stimmte der Gemeinderat einstimmig dem Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von knapp über 10 Millionen Euro zu. Zur Genehmigung wird es nun an das Landratsamt weitergeleitet.

Die größten Investitionen für Eiselfing

Die Investitionen im Vermögenshaushalt 2022 stehen wie im Vorjahr wieder besonders im Zeichen des Sozialen Wohnungsbaus mit einem Ansatz von 1,2 Millionen Euro. Wobei hierfür ein staatlicher Zuschuss von 454.500 Euro erwartet wird.

Notwendig gewordenen ist allerdings auch der Ansatz von 650.000 Euro für den nachhaltig geplanten Ersatzbau einer Kindertagesstätte auf dem Kindergartengelände. Das Landratsamt hat der weiteren Betriebserlaubnis für die bisherige Containerlösung nicht mehr zugestimmt (wir berichteten). Für dieses Vorhaben wird ein Zuschuss von 120.000 Euro erwartet.

Brandschutzmaßnahmen sowie die stromsparende Sanierung der Beleuchtung in der Turnhalle sind mit 145.000 Euro kalkuliert. Ein neuer Mannschaftstransportwagen für die Freiwillige Feuerwehr Aham steht mit 71.400 Euro zu Buche.

Saniert werden muss die Waschhalle am Bauhhof. Ebenso die Sektionaltore ebenfalls am Bauhof und am Gerätehaus der Feuerwehr Bachmehring. Dieses Gebäude braucht zusätzlich noch eine Sanierung der Westfassade. Zusammengenommen werden das Kosten von etwa 100.000 Euro. Die gleiche Summe ist für Maßnahmen im Straßenbau vorgesehen.