Knapp 1000 Fische verendeten in Schwarzmoosbach 

Massenfischsterben bei Eiselfing: Das ist die Ursache

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Die Ursache für das massive Fischsterben Anfang Juli im Schwarzmoosbach bei Eiselfing steht fest.
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Eiselfing - Lange genug hat es gedauert: Jetzt ist der Grund für das massive Fischsterben Anfang Juli im Schwarzmoosbach bei Eiselfing bekannt:

Die offiziellen amtlichen Labortests haben ergeben, dass der Eintrag von Gülle zum Tod der Tiere geführt hat. Das erklärt die Gemeinde Eiselfing am Donnerstagmittag. 

Auf Anfrage der Gemeinde Eiselfing teilte das verantwortliche Wasserwirtschaftsamt Rosenheim jetzt mit, über das Bayerische Landesamt für Umwelt entsprechende Untersuchungen in Auftrag gegeben zu haben. Neben Gewässerproben umfasste die Analyse im Fachlabor auch die Beprobung von aus dem Bach entnommenen toten Fischen

"Das Fazit der Behörde lautet in diesem Zusammenhang, dass das Fischsterben eindeutig auf einen Eintrag von Gülle zurückzuführen ist", erklärt Bürgermeister Georg Reinthaler nun knapp vier Wochen nach dem Fund der ersten verendeten Tiere.

Die toten Fische im Schwarzmoosbach schockierten auch die Helfer. 

Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen

Am Dienstag, 2. Juli 2019, hatten die Polizeiinspektion Wasserburg sowie das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim nach der Mitteilung einer Anwohnerin die Ermittlungen aufgenommen und im Schwarzmoosbach auf einer Länge von etwa drei Kilometern tote Fische festgestellt. 

Durch Helfer des Kreisfischereivereins und Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden in den darauffolgenden Tagen schließlich knapp 1.000 tote Tiere aus dem Gewässer geborgen - eine traurige Bilanz

Die detaillierten Laborergebnisse und Prüfberichte liegen der zuständigen Staatsanwaltschaft bereits vor und sind Bestandteil weiterhin laufender Ermittlungen

Erste Gespräche bereits geführt

Unterdessen gibt es schon konkrete Überlegungen, wie der Bach im betroffenen Bereich ökologisch sowie in Sachen Fischbestand wieder aufgewertet werden kann. 

"Die Gemeinde steht hier unter anderem mit den Fischereipächtern und der Naturschutzbehörde in engem Kontakt. So hat in dieser Woche schon ein erster gemeinsamer Gesprächstermin stattgefunden", berichtet Reinthaler abschließend.

Ähnlicher Fall in Schechen: 

400 bis 500 tote Fische wurden auch am Montag, 29. Juli 2019, in Rottmühl bei Schechen angeschwemmt. Warum die Fische starben, ist noch unklar. Die Ermittlungen zur Ursache laufen.

mb

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