Vier auf einen Streich

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Rupert Oberhuber hängt keine weitere Amtszeit dran und sucht einen Nachfolger
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Eiselfing - Die Kommunalwahl in Eiselfing beschäftigt die Bürger. Plötzlich stehen vier Bürgermeisterkandidaten zur Wahl. Noch-Bürgermeister Rupert Oberhuber hofft auf einen fairen Wahlkampf.

CSU, Grüne, ULGE, Freie Wähler. Jede Liste schickt einen eigenen Bürgermeisterkandidaten in den Wahlkampf um den nächsten Eiselfinger Bürgermeister.

Dabei hat jeder Einzelne klare Vorstellungen, wie er das Amt des scheidenden Rathauschefs Rupert Oberhuber ausfüllen möchte.

Wasserburg24 bringt alle vier Kandidaten auf eine Plattform.

Die Reihenfolge ist dabei den Terminen der jeweiligen Aufstellungsversammlung zugeordnet und stellt keinerlei Wertung dar.

CSU

Die CSU Eiselfing hat sich einen Wasserburger ins Boot geholt: Peter Windmaier fungiert seit langer Zeit als Vorsitzender der CSU Wasserburg. Sollte er Bürgermeister werden, würde er dem Ortsverband Wasserburg den Rücken kehren und sich ganz auf die Eiselfinger Kommunalpolitik einstellen.

Peter Windmaier CSU

Der gebürtige Eiselfinger möchte den Posten von Noch-Bürgermeister Rupert Oberhuber, ebenfalls CSU, übernehmen. Große Unterstützung durch den CSU-Kollegen sei ihm sicher, hieß es.

Der Fachanwalt für Immobilienrecht ist ein Familienmensch, hat drei Kinder. Oft begleitet er seine Tochter Johanna zu den Sportplätzen, an denen sie mit Leichtathletik an den Start geht. Derzeit wohnt er mit seiner Familie im schönen Burgerfeld in Wasserburg, lediglich seinen Nebenwohnsitz hat er im elterlichen Anwesen in Eiselfing. Dies werde zunächst auch so bleiben, bis seine Kinder die Schulausbildung durchlaufen haben, so Windmaier.  

Klar Position beziehen möchte der 46-jährige Windmaier für eine kindgerechte Politik. Für die Bürger etwas gestalten, nehme er sich als große Aufgabe vor.

Auch auf der Liste der Gemeinderatskandidaten ist Peter Windmaier zu finden.

In den nächsten Monaten werden einige Bürgerveranstaltungen mehr Klarheit in das Wahlprogramm von Windmaier bringen. Die Termine sollen in Kürze bekannt gegeben werden.

ULGE

Die Unabhängige Liste der Gemeinde Eiselfing (ULGE) hat Johann Baur zum Bürgermeisterkandidaten gekürt.

Nach demokratischer Abstimmung bei der Aufstellungsversammlung konnte sich Baur gegen einen weiteren Nominierungskandidaten durchsetzen.

Johann Baur für die ULGE

Sein Ziel legt er klar offen: „Eine gut funktionierende Verwaltung im Rathaus ist eines der wichtigsten Dinge in einer Gemeinde“. Außerdem sei es besonders förderlich, wenn eine gute Zusammenarbeit aller Gemeinderäte, unabhängig von der Parteizugehörigkeit zustande komme, so Baur weiter.

Der 64-jährige ist seit 2011 wieder auf dem heimischen Bauernhof (Hembergerhof) in Eiselfing zuhause.

Viele Jahre galt er bereits als politisch aktiv. Von 1999 bis 2004 war er Mitglied im Stadtrat der Stadt Meerane.

Auch als Vorsitzender der Bürgerinitiative „Erhaltet unsere Erlebniswelt“ in Prien hat er sich erfolgreich engagiert. Voller Einsatzwillen kann Baur also durchaus bescheinigt werden.

Der Rechtsanwalt ist verwitwet und hat zwei Kinder. Neben dem Vorhaben, den Bürgermeisterposten für die ULGE in Eiselfing anzutreten, ist er auch auf der Liste der Gemeinderatskandidaten zu finden.

EISELFINGER GRÜNE

Mit 29 Jahren der jüngste unter den Bürgermeisterkandidaten in Eiselfing ist Georg Reinthaler von den Grünen.

Er hat Politikwissenschaft studiert und fungiert als Kreisrat. Außerdem arbeitet er als freier Journalist, parallel dazu absolviert er aktuell ein sozialwissenschaftliches Aufbaustudium.

Georg Reinthaler von den Grünen

Die Grünen Ortsgruppe Eiselfing hat den ehrenamtlich sehr engagierten Eielfinger sowohl als Kandidaten für das Amt des Rathauschefs als auch als Gemeinderatskandidat aufgestellt.

Als vorrangige Ziele hat sich Georg Reinthaler den Erhalt des Schulstandorts Eiselfing gesetzt. Außerdem wäre es wünschenswert, ein Jugendparlament ins Leben zu rufen, und somit der Dorfjugend ein besseres Mitspracherecht einräumen, so der Jugendleiter der Bachmehringer Feuerwehr. Nicht außer Acht lassen möchte das Grünen-Mitglied die Gemeindefinanzen und ein sanftes Wachstum mit Innenraumverdichtung.

Zudem müssten Energiewendeprojekte vorangetrieben werden, zeigt sich der verwurzelte Eiselfinger, überzeugt. Durch seine beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten verfüge er über die nötige Erfahrung sowie das erforderliche Fachwissen für das Bürgermeisteramt, erklärte Reinthaler.

„Gerade jetzt ist in Eiselfing ein dynamischer Neustart mit frischen Perspektiven erforderlich“, so der gelernte Krankenpfleger abschließend.

FREIE WÄHLER EISELFING

Auch die Freien Wähler Eiselfing schicken einen eigenen Bürgermeisterkandidaten in die Kommunalwahl 2014: Den 34jährigen Josef Maximilian Wagner, vielen besser bekannt als „Koster Sepp“.

Der Alteiselfinger lebt seit Geburt an im elterlichen Anwesen und ist dem Ort sehr verbunden. Im Vereinsleben ist er fest integriert.

Josef Maximilian Wagner von den Freien Wählern

Nach seiner Lehre als Landwirt und Techniker für Agrarwirtschaft schloss er eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten ab.

Derzeit ist er als Fachberater für Recht und Soziales beim Bayerischen Bauern Verband tätig. Zu seinen Aufgaben gehören Stellungnahmen für Flächennutzungsplan-Änderungen, Bauleitplanungen und Wasserschutzgebieten sowie die Beratung zur Landwirtschaftlichen Sozialversicherung.

Schon immer sei ihm der Kontakt zu den Menschen ein großes Anliegen, so Wagner.

Die Erfahrungen in seinem derzeitigen Berufsalltag hätten ihn bestärkt, als Bürgermeister zu kandidieren, sein jetziger Tätigkeitsbereich spiegle zum großen Teil auch die Aufgaben einer Gemeinde.

Zwei Hauptziele brachte er neben den „obligatorischen Themen“ wie Straßensanierung und dergleichen zur Sprache: Der notwendige Umbau des Wertstoffhofes, sei ihm wichtig. Mehr Praxistauglichkeit entstehe durch eine räumliche Durchfahrtsmöglickeit. Außerdem müsse der Spielplatz in Bachmehring dringend neugestaltet werden.

Als eingefleischter Eiselfinger werde er den Ort nie außer Acht lassen, versprach Wagner.

Quelle: rosenheim24.de

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