Feuerwehr, Asylhelfer, Patenprojekt und Vereine

Eiselfing aktiv: Reinthaler lobt Bürgerengagement

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Egal ob Vereine, Feuerwehr, Asylhelfer, Paten für Jugendliche oder in der Bücherei: Ehrenamtliche Bürger sind für Eiselfing wichtig und zahlreich vorhanden. Dafür gab es viel Lob von Bürgermeister und Kämmerer
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Eiselfing - Mit lobenden Worten und Applaus endete die Bürgerversammlung. Es wurde deutlich, wie engagiert dich Menschen im Gemeindegebiet sind. Bürgermeister Georg Reinthaler gab Einblicke in die Ehrenamtsstunden.

Im Gemeindegebiet Eiselfing leben 24 Asylbewerber. Einige Dutzend Ehrenamtliche kümmern sich um die Belange der Neubürger.

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Ein Vertreter des Asylhelferkreises, Wolfgang Bauer, berichtete anlässlich der Bürgerversammlung, dass sich nach anfänglichen Problemen vieles mittlerweile eingespielt habe. 2015 gab es zunächst komplett andere Vorstellungen des Tages-Nacht-Rhythmus. Während die in Aham untergebrachten Flüchtlinge erst gegen 22 oder 23 Uhr munter wurden, hatten die nächsten Anrainer das Bedürfnis der nächtlichen Ruhe. Nach einer Aussprache zwischen Vertretern des Asylhelferkreises und den Nachbarn sowie einem gemeinsamen Sommerfest gelang nun, das dortige Leben Haus an Haus problemloser zu gestalten.

Es habe sich gut eingespielt in Aham, berichtete Wolfang Bauer, der sich im Asylhelferkreis Eiselfing mit vielen anderen Ehrenamtlichen engagiert. Das Ziel der Asylhelfer sei die Hilfe zur Selbsthilfe, so Wolfgang Bauer weiter. Man wolle die Asylbewerber auf den rechten Weg bringen, sich im Alltag zurechtzufinden. Es werde beispielsweise in Aham Deutschunterricht gegeben, außerdem geschaut, wie man trotz der nicht idealen Busverbindungen eine gewisse Möglichkeit für die jungen Männer schaffe, wichtige Anlaufstellen zu erreichen. Besonders angetan wirkte Bauer von der Hilfsbereitschaft zweier junger Nigerianer, die sich seit Ende 2015 als Schulweghelfer in Eiselfing  einsetzen. Die beiden Asylbewerber seien in Eiselfing direkt untergebracht und würden sich mit den weiter dort wohnhaften Flüchtlingen auf recht engem Raum gut zurechtfinden und mit dem nächsten Umfeld und den Bürgern einen gelungenen Alltag leben.

Um Unterstützung bat Wolfgang Bauer alle Anwesenden in Bezug auf mögliche Arbeitsstätten für die Asylbewerber. Viele möchten gerne arbeiten und seien auf nahe Standorte angewiesen, so Bauer.

Das gemeinsame Tun zeichnet Gemeindeleben aus

„Wir sind im Gemeindegebiet auf das Engagement der Ehrenamtlichen angewiesen, nicht nur im Bereich des Asylhelferkreises, auch bei weiteren Vereinen, Organisationen und den Feuerwehren“, lobten Kämmerer und Bürgermeister die große Bereitschaft der Bürger, aktiv andere zu unterstützen. Die Arbeit der Freiwilligen in den vielen Bereichen in Euros aufwiegen, wäre für die Kommune nicht zu stemmen, betonte besonders Kämmerer Anton Drexl. Er erläuterte die Haushaltsverhältnisse der Gemeinde Eiselfing und betonte, dass keine Kredite aufgenommen wurden und die Pro Kopf Verschuldung auf 840 Euro sank. „Das ist trotzdem immer noch relativ hoch“, so Drexl.

Man wolle weiter daran arbeiten, Investitionen zu machen und die Haushaltsmittel zielgerichtet einzusetzen, so der Kämmerer.

Patenprojekt für Schüler

Aktiv im Einsatz sind auch einige Bürger als Paten für Schüler. Projektleiterin Regina Haidn erklärte, dass stets weitere Paten gesucht werden und es eine Unterstützung für Jugendliche sein solle, wenn Menschen mit gewisser Lebenserfahrung den jungen Leuten zur Seite stünden. Im Rückblick für 2015 zu bemerken sei die besondere Primiz des Einheimischen Michael Maurer. Nach seiner Priesterweihe, bei der ebenfalls viele Bürgerinnen und Bürger dabei waren, wurde bei bestem Wetter die Primiz in der Heimat gefeiert. Hier sei großer Gemeinschaftssinn zu spüren gewesen, wie auch bei vielen weiteren Aktionen, Festen und Projekten im Gemeindegebiet, so Georg Reinthaler.

Fotos von der Primiz von Michael Maurer

Festzug und Primiz im Pfarrverband

Reinthaler wirkte dankbar, weil in der Gemeinde so viel Engagement und Einsatzbereitschaft an den Tag gelegt werde. Die Feuerwehren beispielsweise, die nur durch die etlichen Aktiven ihren Dienst tun könnten, seien Beweis für herausragende Bürgerinnen und Bürger, die für andere da seien, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit.

Reinthaler erklärte, dass es viele Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr im Gemeindegebiet gegeben habe, die Einsätze der Wehren ausgelöst hätten. Auch das Orkantief mit Schäden habe die Feuerwehren mit Aufgaben belegt. „Ohne Euch wäre vieles anders oder schlimmer ausgegangen“, so Reinthaler zu anwesenden Feuerwehrlern.

Ebenso gerne blicke er auf das Gauschießen in Kerschdorf  im Jahr 2015 zurück. Mit 1000 Teilnehmern sei es eine Besonderheit im vergangenen Jahr gewesen. Auch der legendäre Lauf für ein Leben habe im vergangenen Jahr gezeigt, dass ein Teilnehmerrekord immer wieder geknackt werden könnte, so auch 2015 mit überwältigendem Interesse an Läufern. Ebenso anerkennend sei die Arbeit der Frauengemeinschaft Eiselfing, die unter anderem regelmäßig Seniorentreffen organisieren.

Auch ein Vorausblick wurde gegeben:„2016 gibt es noch viele Aktionen und Feste, auf die wir uns alle freuen können“, blickte Reinthaler voraus. Der TSV Eiselfing feiere sein 50-jähriges Jubiläum, die Bücherei lade ebenfalls zum festlichen Empfang ein. Allen Bürgern legte er ans Herz, sich bei Belangen stets an die Gemeindeverwaltung zu melden, nur gemeinsames Reden und konstruktiver Austausch könne die Kommune und die Bürgerschaft voran bringen.

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