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Gemeinderäte beraten am 22. Juli nicht-öffentlich

Protest und Online-Petition: Elternbeiräte kämpfen um Erhalt der Mittelschule Eiselfing

Ist die Mittelschule Eiselfing trotz finanzieller Hürden erhaltenswert? Zumindest die Elternbeiräte sind davon überzeugt.
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Ist die Mittelschule Eiselfing trotz finanzieller Hürden erhaltenswert? Zumindest die Elternbeiräte sind davon überzeugt.

Es wird ernst, rund um das Thema Grund- und Mittelschule Eiselfing. Am Donnerstag, 22. Juli, werden die Gemeinderäte von Eiselfing, Amerang und Schonstett nicht-öffentlich beraten. Bereits im Vorfeld wächst der Druck auf die Gemeinderäte.

Eiselfing/Amerang/Schonstett – Mit einer Online-Petition, einem stillen Protest und einem offenen Brief möchte sich der Elternbeirat Gehör verschaffen. Denn seiner Meinung nach ist die Mittelschule Eiselfing erhaltenswert, trotz der finanziellen Probleme. „Es dürfen nicht nur finanzielle Aspekte eine Rolle spielen“, sagt Margit Neef, Vorsitzende des Elternbeirats Eiselfing.

Bis zu 300 Personen zur Demo erwartet

Über 1.000 Menschen haben die Petition „Ja zur Mittelschule Eiselfing“ am Dienstagvormittag bereits unterschrieben, minütlich werden es mehr. Eine gute Resonanz, findet Neef. „Dafür, dass wir das bisher nur über Whatsapp geteilt haben, ist das schon ordentlich.“ Ordentlich findet sie auch die Resonanz für den stillen Protest vor der nicht-öffentlichen Sitzung am Donnerstag in Schonstett. Zwischen 100 und 200 Besucher erwartet Neef. Elternbeiratskollegin Angelika Hanslmeier geht sogar von 300 Demonstranten aus, viele davon Kinder und Schüler der Mittelschule.

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„Auch einige Firmen in der Region haben ihre Unterstützung zu gesagt“, sagt Hanslmeier, schließlich würden diese oft auf die Absolventen der Mittelschule setzen.

Die Grund- und Mittelschule Eiselfing biete durch ihre geringe Schülerzahl – derzeit sind es 115 Mittelschüler und 146 Grundschüler – eine ganzheitliche Betreuung. Aber nicht nur für die Schüler Eiselfings, auch für die Mittelschüler in Wasserburg würden die zwei Schulen in der Umgebung Vorteile bieten. „Es heißt immer uns geht es nur um unsere Kinder, aber das stimmt nicht“, betont Hanslmeier.

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„Da fallen Schüler hinten runter“

Auch in Wasserburg gebe es kleine Klasse, insbesondere für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. „Wenn unsere Schüler noch dazu kommen, dann kann das in Wasserburg auch nicht mehr gehalten werden.“ Dies würde zum Leidwesen der Schüler von Eiselfing und Wasserburg passieren.

„Da fallen dann Schüler hinten runter“, sagt Hanslmeier überzeugt. „Und das sind genau die, die nicht hinten runter fallen sollten.“ Darum hofft der Elternbeirat auch auf die Unterstützung von Rosenheimer Landrat Otto Lederer, mit einem Brief haben sei ihn zu einem Gespräch eingeladen. „Wir hoffen einfach, dass wir die Schließung irgendwie verhindern können“, fasst Neef die Lage zusammen.

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Darum geht es

Streitpunkt ist wie berichtet die anstehende Sanierung des Gebäudes der Grund- und Mittelschule. Bereits seit 2017 sind Statik-Probleme am Schulhaus bekannt, nach mehreren Machbarkeitsstudien ist nun klar, dass selbst eine Notsanierung von Dach und Obergeschoss eine Investition von etwa 8,5 Millionen Euro erfordern würde. Die zu erwartende staatliche Förderung ist gering. Während sich die Gemeinden Eiselfing und Schonstett, sich trotz allem hinter die Schule stellen, prüft die Gemeinde Amerang Alternativen. Amerang trägt aktuell 23 Prozent der Kosten. Sollte die Gemeinde aus dem Schulverband austreten, könnten die Gemeinden Eiselfing und Schonstett die Mittelschule nicht mehr halten. Eine Schließung würde möglicherweise sogar schon ab dem Schuljahr 2022/23 drohen., befürchten die Eltern. Die endgültige Entscheidung zu dem Thema soll am 4. August fallen.

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