Schnaitseer Gemeinderat sieht gewünschte Straßenbegrenzung als Schikane

Empörung über Ameranger Sperre

Schnaitsee - Wenig Verständnis für ein Schreiben der Gemeinde: Diese will die Verbindungsstraße zwischen der B304 bis nach Surbrunn für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen sperren.

Gleichzeitig sollten aber Anlieger die Straße benutzen dürfen. Das zielt nach Ansicht der Schnaitseer Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung darauf hin, dass der Ameranger Betreiber einer Kiesanlage fahren dürfte, der Schnaitseer Unternehmer aber nicht. Hiergegen wehrte sich auch schon die ebenfalls beteiligte Gemeinde Babensham. Nach einhelligem Willen des Rates wird auch Schnaitsee dieses Verbot ablehnen. Die Stellungnahme wird von der Verwaltung nach einem erwarteten Schreiben der Unteren Verkehrsbehörde abgegeben.

"Dann sperren wir unsere Gemeindestraßen für Lkws aus Amerang!" "Wo kämen wir denn dahin, wenn jede Gemeinde ihre Straßen für den auswärtigen Schwerlastverkehr sperren würde!" "Außerdem ist das rechtlich sehr zweifelhaft!" waren nur einige der entrüsteten Aussagen im Rat.

In eine entscheidende Phase geht das Straßenbau-Großprojekt der Gemeinde von Schnaitsee nach Eggerding. In den jetzigen Ferien wird der innerörtliche Bereich bei der Schule und beim Sportplatz in Angriff genommen. Die Arbeiten sollen bis zum Schulbeginn Mitte September fertiggestellt sein. Im Vorfeld fand hierzu eine Lagebesprechung mit allen Beteiligten und Polizeihauptkommissar Johann Mayer aus Traunstein statt.

Dieser hatte auch mittlerweile einen Vorschlag für die Gestaltung vorgestellt. Danach sollte im Bereich der Schule nur noch östlich der Einbahnstraße geparkt werden. Zudem soll eine feste Busspur an der Schule und eine feste Abholspur für Eltern ganz im Norden des Parkplatzes für die Sicherheit der Schüler sorgen. Die endgültige Gestaltung des Schulplatzes wird aber zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

Bei der Sitzung am Montag gab Pichler einen Sachstandsbericht. Es wurden die genauen Grundstücksgrenzen ermittelt. Diese ergaben, dass im Norden der Straße der Zaun auf Gemeindegebiet steht und weichen muss. "Hier brauchen wir jeden Zentimeter, um den Bussen eine sichere Ab- und Zufahrt zu ermöglichen", so Pichler. Für die Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen soll die Verbreiterung der Straße und des Gehweges im Bereich des Spielplatzes für mehr Sicherheit sorgen. Außerdem wird am TSV-Sportheim gepflastert, um künftig das ungeordnete Parken zu vermeiden. Zusätzlich wird die Straße zum Parkplatz südwestlich der Turnhalle asphaltiert. Damit sollen diese Flächen besser erreichbar werden und damit die Parksituation an der Schule entlasten. Hier ist auch eine Beleuchtung vorgesehen.

ju/Wasserburger Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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