"Am Ende wiegt sich alles auf"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
Wir haben eine gute Verwaltung, einen guten Gemeinderat und das macht Spaß", sagt Franz Meier.

Griesstätt - Mittlerweile ist Franz Meier seit zehn Jahren Griesstätter Bürgermeister und stolz was in der Zeit erreicht wurde für sein Dorf. Ein Interview:

Noch heute sagte Franz Meier, dass seine Wahl zum Griesstätter Bürgermeister die größte Überraschung seines Lebens gewesen sei. Mittlerweile ist er seit zehn Jahren Chef der Gemeindeverwaltung und stolz was in der Zeit erreicht wurde für sein Dorf.

Nach der Wahl zum Bürgermeister war für Franz Meier das Leben plötzlich ein total anderes als vorher als er im Raiffeisen-Lagerhaus beschäftigt war.

Erinnern Sie sich noch an die ersten Wochen im neuen Amt?

Das war ein richtiger Lebenseinschnitt und ich gebe zu, dass es am Anfang schwierig für mich war. Plötzlich hatte ich ein Büro, musste Gespräche mit den Mitarbeitern führen, Verhandlungen führen, viel telefonieren. n Was sind denn die schönen Seiten für Sie als Bürgermeister?

Schön ist, wenn man einem Bürger oder mehreren etwas Gutes tun oder Hilfestellung leisten kann. Große Tage der Freude waren zum Beispiel die Einweihung der Umgehungsstraße oder jetzt die Fertigstellung des Kindergartens. Auch weil bei diesen Ereignissen viele gut zusammengearbeitet haben.

Und die weniger schönen?

Anfeindungen, Ungerechtigkeiten, Unterstellungen von Dingen, für die man nichts kann, das ist schlimmer als krank werden. Als Bürgermeister lernt man die Leute richtig kennen. Manche sind vorher ganz anders, wenn man Bürgermeister ist, ist man der Schuldige, weil eben nicht alles geht. Man könnte sich viel Zeit, Geld und Nerven sparen, wenn manchmal die Leute einfach besser mitdenken würden.

Wie sehen Sie die Entwicklung von Griesstätt inden letzten zehn Jahren?

Ich bin ehrlich stolz was mit dem Gemeinderat für den Ort erreicht wurde. Wir haben die Umgehung, Bauland für Einheimische, ein Gewerbegebiet, DSL, ich glaube für eine kleine Gemeinde mit einem kleinen Haushalt ist das schon ganz gut.

Bilanz unter dem Strich?

Am Ende wiegt sich alles auf und ich bin doch etwas stolz, was alles geschafft ist.

Also noch eine Amtszeit?

Ganz ehrlich, ich habe mich noch nicht entschieden. Einerseits haben wir einen guten Gemeinderat, eine gute Verwaltung und die Sache macht Spaß. Andererseits werde ich dieses Jahr 64, meine Schulkameraden sind bald alle in Rente und ich weiß nicht, ob es nicht doch besser wäre, wenn dann ein Jüngerer den Job machen würde.

vo/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser