Energiekonzept für Schnaitsee kommt

Schnaitsee - Karl Hopf vom Schnaitseer Planungsbüro Hopf hat im Gemeinderat sein Konzept für eine Untersuchung der kommunalen Energieversorgung vorgestellt.

Zunächst steht nach seinen Informationen die Grundlagenermittlung mit der Festlegung des Versorgungsgebietes an. Dann müssten die notwendigen Daten mittels Frageborgen von potentiellen Anschlussteilnehmern erhoben werden. Nach der Analyse des Ist-Zustandes werde das Konzept für mögliche Energievarianten erstellt. Entscheidend sei auch der Wirtschaftlichkeitsvergleich. Neben der überschlägigen Kostenschätzung müsse eine Wirtschaftlichkeitsrechnung erstellt werden. Außerdem ständen der Jahresenergieverbrauch und die Reduzierung der Schadstoffemissionen auf dem Prüfstand.

In der Diskussion ging es um die Finanzierung. Dazu nannte Hopf Beispiele anderer Gemeinden, die diese durch Gründung einer GbR oder einer GmbH gelöst hätten. Großes Interesse bestand an der Möglichkeit der Einbindung der örtlichen Biogasbetriebe. Der Auftrag zur Untersuchung wurde einstimmig an das Planungsbüro Hopf vergeben.

Seit Jahren hält die überbeanspruchte Gemeindestraße zwischen Stangern und Rumering den Gemeinderat auf Trab. Nachdem jetzt das Staatliche Bauamt grundsätzlich die Förderfähigkeit in Aussicht gestellt hat, wurde die Erstellung eines Planentwurfs in Auftrag gegeben. Diese Maßnahme, die etwa 235 000 Euro verschlingen wird, muss erst noch im Nachtragshaushalt eingefügt werden, hieß es. Nach ausgiebiger Diskussion wurde bei einer Gegenstimme der Planungsauftrag vergeben und der Ausbau der Straße beschlossen. Änderungen müssen noch bei der Breite der Ausweichstellen eingefügt werden.

Bürgermeister Pichler informierte über den derzeitigen Sachstand beim Wasserleitungsbau nach und in Rinkertsham. Er informierte über die Verkehrsschau im Bereich Sportplatz, Schule und der Straße nach Eggerding. Erfreulich sei, dass die Straße auch innerorts gefördert werden könne bis zum Ende der Ausbaustrecke. Nur die Finanzierung der Querungshilfen gehe ausschließlich zu Lasten der Gemeinde. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich Schabinghof sei nicht geplant.

Zu einer Anfrage von Martin Zieglgänsberger bezüglich der Genehmigungen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen konstatierte Pichler, dass wegen der derzeitigen Gesetzeslage kein zusätzlicher Handlungsbedarf bestehe.

Dr. Theo Danzl möchte auf der immer gefährlicher werdenden Straße nach Eggerding eine vorübergehende Geschwindigkeitsbegrenzung. "Durch das hohe Verkehrsaufkommen wegen der Sperrung am Rinkertshamer Berg kommt es auf der desolaten Straße immer wieder zu gefährlichen Situationen. Dem müssen wir unbedingt entgegentreten", fand er. Vom selben Problem berichtete Peter Irlbacher auf dem Kiesweg zwischen Fernbromberg und Berg. "Durch die Sperrung fahren auf diesem steilen Strässchen sogar schwere Lkw. Es haben sich bereits Spurrillen gebildet, in denen das Wasser steht."

Als krönenden Abschluss der Gemeinderatssitzung gratulierten die beiden Stellvertreter Franz Rieperdinger und Thomas Schmidinger zum 20-jährigen Jubiläum des Bürgermeisters.

rih/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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