Fletzinger-Areal: Stadtrat noch nicht angetan

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Diese beiden Gebäude links und rechts des Brauereihofes sollen abgerissen, durch neue Wohnungen und eine zweite Tiefgaragenabfahrt ersetzt werden. Die Gaststätte an der Palmanostraße bleibt erhalten, ihr Gastgarten wird auf etwa 350 Quadratmeter vergrößert.

Wasserburg - Den Stadträten haben Bedenken bei der Umgestaltung des Fletzinger-Areals aufgrund der Zahl der Wohnungen und der zwei Tiefgaragenabfahrten:

Die Bauabschnitte I und II - Sanierung Hotel und Bau im Biergarten - erschienen bei der Vorlage des Entwurfes des Bebauungsplanes Fletzinger-Areal in der jüngsten Stadtratssitzung kaum der Rede wert, Fragen und Diskussionen konzentrierten sich auf den dritten Bauabschnitt, auf die Gebäude links und rechts des Brauereihofes.

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Der malerisch verfallende Teil der Brauereigebäude, der den Biergarten begrenzte, soll abgerissen werden. Und zwar inklusive der böhmischen Gewölbe im Erdgeschoss. An seiner Stelle soll ein etwas schmalerer Neubau mit Wohnungen entstehen. Gleiches ist mit dem Schuppen auf der anderen Seite des Hofes, auf dessen Außenseite die Bushaltestelle ist, geplant. Dort soll zudem die Abfahrt zu einer zweiten Tiefgarage entstehen. Als erhaltenswert eingestuft wurde das Gebäude Max-Emanuel-Platz1a, in dem unter anderem die ehemalige Braumeisterwohnung ist. Es soll saniert und weiter für Wohnzwecke genutzt werden.

Zusammen mit den Wohnungen im Neubau im Biergarten wären das, so Stadtbaumeister Manfred Förtsch-Menzel bei der Vorstellung des Bebauungsplanentwurfs, insgesamt 37 neue Wohnungen im Geltungsbereich des Planes zwischen Fletzingergasse, Palmanostraße und Max-Emanuel-Platz. Diese Zahl, die sich ja auch auf die Zahl der benötigten Stellplätze auswirke, erschien Friederike Kayser-Büker (SPD) sehr hoch. Es seien auch viele Wohnungen mit 30 bis 35 Quadratmetern geplant, so Förtsch-Menzel. Der aufkommenden Skepsis trat er mit dem Argument entgegen, dass dies die maximal mögliche Zahl an Wohnungen wäre, natürlich könnten es weniger werden, "der Bauträger ist doch froh, wenn jemand eine ganze Etage will."

Mehrere Stadträte hatten Bedenken wegen der Einfahrt zur zweiten Tiefgarage direkt neben der bestehenden Gaststätte. Die erschien etwas knapp und auch die Notwendigkeit dafür erschloss sich nicht allen Ratsmitgliedern: Es müsse doch möglich sein, eine größere Tiefgarage ausschließlich von der Palmanostraße aus zu erschließen, fanden Irene Langer und Werner Gartner (beide SPD), Edith Stürmlinger (Bürgerforum) sah das ähnlich, bevorzugte aber die Erschließung vom Max-Emanuel-Platz aus. Dann allerdings müsste die Bushaltestelle verlegt werden.

"Ich will ein Modell, das muss bei so einem Projekt drin sein!", forderte Peter Stenger (SPD) und stieß auf Zustimmung. Ein großes Modell soll es werden, das auch Laien eine Vorstellung des geplanten verschafft, keine weiteren Klötzchen im Stadtmodell im Rathausfoyer.

Insgesamt waren den Stadträten noch zu viele Fragen offen, weswegen der Beschlussvorschlag des Bauamtes um das Modell, die Überarbeitung der Tiefgaragen hin zu einer Abfahrt, eine Eingrenzung der Wohnungszahl und die Einschaltung der Denkmalschutzbehörden wegen der böhmischen Gewölbe ergänzt wurde. Danach kann die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden am Bebauungsplanverfahren beginnen.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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