116 000 Euro Dividende für Raiffeisen-Genossen

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Treue Mitglieder: Die Direktoren Suittenpointner (links) und Höfer (rechts) ehrten mit Aufsichtsrat Schillmaier (hinten) die Jubilare.

Haag - "Kerngesund" geht die Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth nach der Bilanz der Direktoren Suittenpointner und Höfer gestärkt aus der Finanzkrise.

Bei der Generalversammlung im Bürgersaal ehrten sie sieben Mitglieder für 50 Jahre Zugehörigkeit.

Im schwierigen Umfeld konnte sich die Raiffeisenbank nach der Bilanz von Vorstand Georg Suittenpointner behaupten, ohne staatliche Unterstützung zu beanspruchen. Die Krise sei das Ergebnis von Gewinnmaximierung ohne Werte gewesen. Demgegenüber bemühe sich die genossenschaftliche Bank in der Region um bodenständige Marktwirtschaft: "Transparenz und Seriosität sind gefragt."

So bewiesen 9,6 Prozent Kreditwachstum, dass die Kreditversorgung der Kunden gewährt war. Dafür sprechen auch die hohen Kundeneinlagen von 222 Millionen Euro. 56 000 Euro hat die Raiffeisenbank für die Weiterbildung der Mitarbeiter ausgegeben.

Suittenpointner verwies auf die Bank als heimatnahen Arbeitgeber für 80 Angestellte, dazu kontinuierlich Auszubildende. Mit 35000 Euro unterstützte man soziale und kulturelle Einrichtungen. Um schneller und sicherer im Service zu werden, investierte die Bank 168 000 Euro in die Betriebsausstattung. Sechs Geschäftsstellen betreuen 6095 Mitglieder, darunter 171 neue.

Unter dem Strich bilanzierte Bankchef Suittenpointner konkretes Wachstum in allen Geschäftsbereichen. Allein an die Gemeinde Haag entrichte die Bank 229 000 Euro Gewerbesteuer, insgesamt waren es 385 000 Euro. Priorität hätten künftig der Erhalt der Selbstständigkeit und der Sitz in Haag.

Die Zahlen legte Vorstandskollege Karl Höfer vor. Die Bank habe keine Investitionen auf risikoreichen Märkten getätigt, sondern "mittelständisch gedacht". Dabei wuchs die Bilanzsumme mit einem Plus von zwölf Millionen auf 270 Millionen. Das Kundengesamtvolumen stieg um 4,9 Prozent auf 502 Millionen. 6,9 Prozent mehr lieh man mit 160 Millionen aus. Die Einlagen erhöhten sich um 4,7 Millionen auf 222.

Gefragt waren nach Karl Höfer vor allem sichere und kurzfristige Geldeinlagen mit einem Plus von 43,7 Millionen. Der Zinsüberschuss betrug 6,6 Millionen und das Provisionsergebnis 1,4 Millionen. Die Betriebskosten wurden mit 5,3 Millionen Euro beziffert. Das Eigenkapital von 20,7 Millionen lag über dem Durchschnitt. So betrug der Jahresüberschuss 1,49 Millionen Euro. Fünf Prozent davon, 116000 Euro, sollen als Dividende an die Mitglieder gehen.

Im Versicherungsgeschäft zählte die Raiffeisenbank 3700 Kunden. Eine leichte Stagnation bemerkte man bei den Reisen, eine leichte Steigerung bei den Immobilien.

Aufsichtsratsvorsitzender Georg Schillmaier stellte eine ordnungsgemäße Geschäftsentwicklung und solide Vermögenslage fest. Einstimmig befürwortete die Versammlung im vollen Haager Bürgersaal die Jahresabschlüsse und die Verwendung der Jahresüberschüsse.

Wieder gewählt als Aufsichtsräte wurden Fritz Köpernik aus Maitenbeth und Johann Staudinger aus Oberornau. Die Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielten Josef Hofbauer, Franz Schneider, Josef Zenz, Karl Bopp, Theodor Feckl, Sebastian Maierbacher und Martin Strasser. Den musikalischen Ausklang besorgte die Ramsauer Rhythmusgruppe.

xy/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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