Ex-Siemens-Manager bleibt in Haft

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Michael Christoforakos wurde am Schloßberg von einem Sondereinsatzkommando der Polizei festgenommen.

München/Stephanskirchen - Der frühere griechische Siemens-Chef Michael Christoforakos bleibt bis zur endgültigen Entscheidung über seine Auslieferung in Haft.

Das teilte das Oberlandesgericht München mit und begründete dies mit einer möglichen Flucht des 56-Jährigen: "Es ist nicht ersichtlich, dass sich der Verfolgte dem Strafverfahren freiwillig stellen würde." Christoforakos war vergangene Woche von einem Sondereinsatzkommando in Schloßberg festgenommen worden. Die griechische Justiz wirft dem 56-Jährigen Korruption und Geldwäsche vor und hat einen internationalen Haftbefehl erlassen.

Mit der Fortsetzung der Haft ist die Auslieferung von Christoforakos an Griechenland ein Stück näher gerückt, die endgültige Entscheidung des Gerichts steht aber noch aus. Wann diese Entscheidung falle, sei noch unklar, sagte eine Gerichtssprecherin. Den Einwand, die Vorwürfe gegen den Manager seien verjährt, wiesen die Richter zum Teil zurück. Zumindest die gegen Christoforakos erhobenen Vorwürfe zwischen April und September 2003 seien verfolgbar, hieß es in der Mitteilung.

Die Anwälte von Christoforakos rechnen mit einer Entscheidung über die Auslieferung bereits in den kommenden zwei Wochen. ku/dpa

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Zeitung: Ex-Siemens-Manager stellt sich Verfahren

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SEK stürmt Versteck von Ex-Siemens-Manager

Die Sicht der Rechtsanwälte

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Suche nach flüchtigen Siemens-Managern

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Quelle: rosenheim24.de

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